Morgen gestalten

Frühstücksideen: zehn Rezepte für jeden Morgen

Gute Frühstücksideen passen zu der Zeit, die Sie morgens haben: In fünf bis zehn Minuten gelingen Joghurt-Bowl, Quark- oder Avocado-Brot. Am Vorabend vorbereitet sind Overnight Oats und Bircher-Müsli, am Wochenende lohnen Pfannkuchen oder Shakshuka. Nach den Empfehlungen der DGE gehören Vollkorn, Obst oder Gemüse und ein Milchprodukt auf den Tisch, dazu Wasser oder ungesüßter Tee – und wenig zugesetzter Zucker.

Von Zuletzt geprüft am 13 Min. Lesezeit

Frühstückstisch am sonnigen Fenster mit Vollkornbrot, einer Schale Beeren, Naturjoghurt, Gurken- und Radieschenscheiben und einer Teekanne
Bild: KI-generiert

Das eine richtige Frühstück gibt es nicht – aber eines, das zu Ihrem Morgen passt. Wer nur fünf Minuten hat, braucht andere Ideen als jemand, der am Sonntag in Ruhe am Tisch sitzt. Die zehn Rezepte auf dieser Seite sind deshalb nach Zeitaufwand sortiert. Vorab ein kurzer Blick darauf, was Fachgesellschaften für die erste Mahlzeit empfehlen.

Alle Rezepte nach Zeitaufwand

Die zehn Rezepte im Überblick
RezeptArbeitszeitGesamtzeitGut zu wissen
Joghurt-Bowl mit Obst und Kernen5 Min.5 Min.ohne Herd
Vollkornbrot mit Kräuterquark und Radieschen10 Min.10 Min.herzhaft
Avocado-Brot mit Tomaten und Kresse10 Min.10 Min.vegan
Overnight Oats mit Beeren5 Min.über Nachtam Vorabend
Bircher-Müsli mit geriebenem Apfel10 Min.30 Min.auch über Nacht
Bananen-Hafer-Muffins mit Heidelbeeren15 Min.40 Min.auf Vorrat backen
Porridge mit Apfel und Zimt5 Min.15 Min.warm
Rührei mit frischen Kräutern5 Min.10 Min.warm, mit Ei
Vollkorn-Pfannkuchen mit Beeren10 Min.35 Min.fürs Wochenende
Shakshuka10 Min.30 Min.fürs Wochenende

Was ein ausgewogenes Frühstück ausmacht

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Empfehlungen 2024 neu gefasst. Sie verbinden Gesundheit mit einem schonenden Umgang mit der Umwelt (DGE-Empfehlungen). Sie gelten für den ganzen Tag, lassen sich aber gut auf das Frühstück übertragen. Die Mengen stammen aus dem DGE-Ernährungskreis für Erwachsene (DGE-Ernährungskreis):

  • Getreide, gern als Vollkorn: fünf Portionen Getreide, Brot oder Nudeln am Tag, davon mindestens ein Drittel Vollkorn. Haferflocken und Vollkornbrot sind ein einfacher Anfang.
  • Obst und Gemüse: mindestens fünf Portionen am Tag. Eine Handvoll Beeren im Müsli oder Radieschen auf dem Brot ist schon eine davon.
  • Milch und Milchprodukte: zwei Portionen täglich – eine Portion entspricht etwa 150 Gramm Joghurt, 30 Gramm Käse oder 250 Gramm Milch.
  • Nüsse und Samen: eine kleine Handvoll am Tag, rund 25 Gramm – praktisch im Müsli oder auf dem Porridge.
  • Getränke: rund 1,5 Liter am Tag, am besten Wasser oder ungesüßter Tee.

Mit einer Schüssel Haferflocken, Joghurt, Obst und ein paar Nüssen sind also schon vier dieser Gruppen abgedeckt – ganz ohne Aufwand.

Haferflocken: die vielseitige Grundlage

Fünf der zehn Rezepte enthalten Haferflocken, und das hat einen Grund: Für Haferflocken wird der ganze Haferkern verarbeitet, mit Mehlkörper, Randschichten und Keimling. Sie sind damit immer ein Vollkornprodukt (BZfE). Hafer enthält außerdem vergleichsweise viele lösliche Ballaststoffe, vor allem sogenannte Beta-Glucane.

Im Handel gibt es kernige, zarte und lösliche Flocken. Kernige Flocken behalten im Müsli mehr Biss, zarte quellen schneller und machen Overnight Oats und Porridge cremiger. In den Rezepten steht, welche Sorte gemeint ist; tauschen lässt sich fast immer, nur die Quellzeit ändert sich.

Brot: Farbe ist kein Beweis für Vollkorn

Ein dunkles Brot ist nicht automatisch ein Vollkornbrot. Bei Schwarzbrot sorgt nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung meist Zuckerrübensirup für Aroma und kräftig dunkle Farbe. Klassischer Pumpernickel dagegen besteht im Teig nur aus Roggenvollkornschrot und Wasser, dazu kommen Sauerteig oder Pumpernickelbrösel (BZfE). Verlässlicher als die Farbe ist deshalb die Zutatenliste: Dort sollte Vollkornmehl oder Vollkornschrot ausdrücklich genannt sein. Beim Bäcker hilft eine kurze Nachfrage.

Gemüse am Morgen

Obst landet leicht im Müsli, Gemüse kommt beim Frühstück dagegen oft zu kurz. Dabei passt es gut: Gurken- und Paprikastreifen neben dem Brot, Tomaten und Kresse auf dem Avocado-Brot, geraspelte Möhre im Kräuterquark, eine Handvoll Spinat im Rührei. Wer morgens schon eine Portion Gemüse isst, ist den fünf Portionen am Tag ein gutes Stück näher.

Wie oft Eier?

Rührei, Shakshuka und Pfannkuchen gehören für viele zum Frühstück. Der DGE-Ernährungskreis plant für Erwachsene allerdings nur etwa ein Ei pro Woche ein; Eier, die in Nudeln oder Kuchen verarbeitet sind, kommen hinzu. Die Eierrezepte auf dieser Seite sind deshalb eher etwas für das Wochenende als für jeden Tag. Wer weniger Eier essen möchte, findet im Tipp zur Shakshuka eine Variante mit Kichererbsen.

Zucker: worauf es ankommt

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, freie Zucker auf weniger als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen. Das entspricht etwa 50 Gramm oder rund zwölf gestrichenen Teelöffeln; unter fünf Prozent bringt nach der WHO zusätzlichen Nutzen (WHO). Die DGE hat den Zehn-Prozent-Wert gemeinsam mit der Deutschen Adipositas-Gesellschaft und der Deutschen Diabetes Gesellschaft übernommen (DGE-Stellungnahme). Zu den freien Zuckern zählt nicht nur Haushaltszucker, sondern auch der Zucker in Honig, Sirup und Fruchtsaft.

Beim Frühstück steckt davon oft viel in Fertigprodukten. Gesüßte Frühstücksflocken können nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit bis zu 40 Prozent Zucker enthalten (kindergesundheit-info.de). Ein selbst gemischtes Müsli aus Haferflocken, Obst und Nüssen kommt ohne zugesetzten Zucker aus. Die Muffins auf dieser Seite werden mit reifen Bananen und Heidelbeeren gesüßt; Honig und Ahornsirup stehen in den Rezepten nur als Zugabe nach Belieben.

Herzhaft oder süß?

Beides hat seinen Platz. Herzhafte Varianten wie Quarkbrot, Avocado-Brot oder Rührei kommen ohne Zucker aus und lassen sich leicht mit Gemüse ergänzen. Gurke, Tomate, Paprika oder Kresse zählen zu den fünf Portionen am Tag. Süße Varianten bekommen ihre Süße vom Obst: Reife Bananen, geriebener Apfel, Beeren und Zimt ersetzen den Löffel Zucker. Wer gern süß isst, kann Honig oder Sirup nach und nach verringern und stattdessen mehr Obst nehmen.

Muss man frühstücken?

Für Erwachsene lautet die ehrliche Antwort: nicht unbedingt. Nach Auskunft der DGE gibt es keinen Essensrhythmus, der für alle Menschen ideal ist; wer morgens nichts isst, sollte im Lauf des Vormittags eine Mahlzeit einplanen (Correctiv). Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt drei Hauptmahlzeiten und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten mit drei bis fünf Stunden Abstand (BZfE). Wer früh keinen Hunger hat, packt eines der schnellen Rezepte ein und isst es später.

Für Kinder ist das Frühstück wichtiger. Nach der Nacht sind ihre Energiespeicher leer, und Kinder, die vor der Schule frühstücken, sind laut BZfE insgesamt leistungsfähiger (BZfE). Tipps für Kinder ohne Morgenhunger stehen bei der Morgenroutine mit Kindern.

Schnell: in fünf bis zehn Minuten

Diese drei Rezepte brauchen keinen Herd. Sie passen zu Tagen, an denen die Morgenroutine knapp bemessen ist, und lassen sich in einer Dose auch mitnehmen.

Schale mit Naturjoghurt, Bananenscheiben, Kiwiwürfeln, Heidelbeeren, Haferflocken und Kürbiskernen, von oben fotografiert

Schnelles Frühstück · vegetarisch

Joghurt-Bowl mit Obst und Kernen

Naturjoghurt mit frischem Obst, Haferflocken und Kürbiskernen, in fünf Minuten fertig und ganz ohne Herd.

Portionen
2
Arbeitszeit
5 Min.

Zutaten

  • 400 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
  • 1 Banane
  • 1 Kiwi
  • 100 g Heidelbeeren (frisch oder aufgetaut)
  • 4 EL zarte Haferflocken
  • 2 EL Kürbiskerne
  • 2 TL geschrotete Leinsamen
  • 1 Prise Zimt

Zubereitung

  1. Joghurt glatt rühren und auf zwei Schalen verteilen.
  2. Banane in Scheiben schneiden, Kiwi schälen und würfeln.
  3. Obst, Heidelbeeren, Haferflocken, Kürbiskerne und Leinsamen auf dem Joghurt verteilen.
  4. Mit Zimt bestreuen und sofort essen.

Tipp: Statt Banane passt jedes Obst der Saison, im Herbst zum Beispiel Apfel- oder Birnenwürfel. Für eine vegane Fassung nehmen Sie ungesüßten Sojajoghurt.

Vollkornbrotscheiben mit Kräuterquark, dünnen Radieschenscheiben und Schnittlauch auf einem Holzbrett, daneben ganze Radieschen mit Grün

Schnelles Frühstück · vegetarisch

Vollkornbrot mit Kräuterquark und Radieschen

Herzhaft, frisch und in zehn Minuten fertig: Vollkornbrot mit cremigem Schnittlauchquark und knackigen Radieschen.

Portionen
2
Arbeitszeit
10 Min.

Zutaten

  • 4 Scheiben Vollkornbrot (etwa 200 g)
  • 250 g Magerquark
  • 3 EL Milch
  • 1 TL Rapsöl oder Leinöl
  • 1 Bund Radieschen
  • ½ Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Quark mit Milch und Öl glatt rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und die Hälfte unter den Quark mischen.
  3. Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.
  4. Brot mit dem Quark bestreichen, mit Radieschen belegen und mit dem übrigen Schnittlauch bestreuen.

Tipp: Den Kräuterquark können Sie am Vorabend anrühren und abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Gurke, Kresse oder geraspelte Möhre passen ebenfalls.

Geröstetes Vollkornbrot mit zerdrückter Avocado, halbierten Kirschtomaten und Kresse auf einer Schieferplatte, daneben eine halbe Limette

Schnelles Frühstück · vegetarisch · vegan

Avocado-Brot mit Tomaten und Kresse

Geröstetes Vollkornbrot mit zerdrückter Avocado, Kirschtomaten und Kresse: pflanzlich, sättigend und schnell gemacht.

Portionen
2
Arbeitszeit
10 Min.

Zutaten

  • 1 reife Avocado
  • 1 EL Zitronen- oder Limettensaft
  • 4 Scheiben Vollkornbrot (ohne Milch- oder Butterzusatz)
  • 8 Kirschtomaten
  • 1 Handvoll Kresse
  • 1 EL Kürbiskerne
  • Salz, Pfeffer, nach Belieben Chiliflocken

Zubereitung

  1. Brot im Toaster oder in einer Pfanne ohne Fett rösten.
  2. Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch herauslöffeln und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer mit einer Gabel zerdrücken.
  3. Kirschtomaten halbieren.
  4. Avocadocreme auf das Brot streichen, mit Tomaten, Kresse und Kürbiskernen belegen und nach Belieben mit Chiliflocken würzen.

Tipp: Reif ist eine Avocado, wenn sie auf leichten Druck etwas nachgibt. Mit etwas Zitronensaft und gut abgedeckt wird übrige Avocadocreme langsamer braun.

Am Vorabend vorbereiten

Haferflocken quellen über Nacht im Kühlschrank und sind morgens löffelfertig – fünf Minuten Arbeit am Abend genügen. Wie der Abend den Morgen sonst noch entlastet, zeigt die Abendroutine.

Das Bircher-Müsli geht auf den Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner zurück. Er entwickelte es um 1900 und servierte es in seinem Zürcher Sanatorium als leicht bekömmliches Abendessen. Im Mittelpunkt stand damals der geriebene Apfel samt Schale; auf einen großen Apfel kam nur ein Esslöffel Haferflocken (Präsenz Schweiz; Historisches Lexikon der Schweiz).

Zwei Schraubgläser mit Overnight Oats, belegt mit Heidelbeeren, Himbeeren und gehackten Walnüssen, auf einem hellen Holzbrett

Frühstück zum Vorbereiten · vegetarisch

Overnight Oats mit Beeren

Haferflocken ziehen über Nacht in Milch und Joghurt; morgens kommen nur noch Beeren und Nüsse darauf.

Portionen
2
Arbeitszeit
5 Min.
Koch- und Wartezeit
6 Std.
Gesamt
6 Std. 5 Min.

Zutaten

  • 100 g zarte Haferflocken
  • 200 ml Milch
  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 Prise Zimt
  • 150 g Beeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 2 EL gehackte Walnüsse

Zubereitung

  1. Haferflocken, Milch, Joghurt und Zimt verrühren und auf zwei Schraubgläser verteilen.
  2. Gläser verschließen und mindestens sechs Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
  3. Morgens umrühren; ist die Masse zu fest, einen Schuss Milch unterrühren.
  4. Mit Beeren und Walnüssen bestreuen.

Tipp: Tiefgekühlte Beeren können Sie schon am Abend obenauf geben. Über Nacht tauen sie auf und färben die Haferflocken. Vegan gelingt das Rezept mit Haferdrink und Sojajoghurt.

Schale Bircher-Müsli mit geriebenem Apfel, Haferflocken, Joghurt und gehackten Haselnüssen, daneben Apfelspalten auf einem hellen Steintisch

Frühstück zum Vorbereiten · vegetarisch

Bircher-Müsli mit geriebenem Apfel

Nach Schweizer Vorbild mit viel frisch geriebenem Apfel samt Schale, Haferflocken, Joghurt und Haselnüssen.

Portionen
2
Arbeitszeit
10 Min.
Koch- und Wartezeit
20 Min.
Gesamt
30 Min.

Zutaten

  • 60 g zarte Haferflocken
  • 100 ml Milch
  • 2 Äpfel (etwa 300 g)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 150 g Naturjoghurt
  • 2 EL gehackte Haselnüsse
  • nach Belieben 1 TL Honig

Zubereitung

  1. Haferflocken mit der Milch verrühren und 15 bis 20 Minuten quellen lassen oder abgedeckt über Nacht im Kühlschrank.
  2. Äpfel waschen und mit Schale grob reiben, sofort mit dem Zitronensaft mischen.
  3. Apfel und Joghurt unter die Haferflocken rühren.
  4. Mit Haselnüssen bestreuen und nach Belieben mit wenig Honig süßen.

Tipp: Im Original stand der Apfel im Mittelpunkt, Haferflocken gab es nur einen Esslöffel. Wer es fruchtiger mag, nimmt mehr Apfel und weniger Flocken.

Die Muffins backen Sie am Wochenende auf Vorrat und frieren sie ein. Am Abend aus dem Gefrierfach genommen, sind sie am Morgen aufgetaut.

Selbst gebackene Bananen-Hafer-Muffins mit Heidelbeeren auf einem Kuchengitter, dazwischen frische Heidelbeeren auf einem Leinentuch

Frühstück zum Vorbereiten · vegetarisch

Bananen-Hafer-Muffins mit Heidelbeeren

Frühstücksmuffins ohne zugesetzten Zucker: Die Süße kommt aus reifen Bananen und Beeren. Gut zum Mitnehmen und zum Einfrieren.

Portionen
12
Arbeitszeit
15 Min.
Koch- und Wartezeit
25 Min.
Gesamt
40 Min.

Zutaten

  • 2 sehr reife Bananen (etwa 250 g ohne Schale)
  • 2 Eier
  • 150 g Naturjoghurt
  • 60 ml Rapsöl
  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 50 g zarte Haferflocken
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt)

Zubereitung

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen, ein Muffinblech mit zwölf Papierförmchen auslegen.
  2. Bananen mit einer Gabel fein zerdrücken und mit Eiern, Joghurt und Öl verrühren.
  3. Mehl, Haferflocken, Backpulver, Zimt und Salz mischen und nur kurz unter die Bananenmasse rühren, bis alles gerade feucht ist.
  4. Heidelbeeren unterheben und den Teig auf die Förmchen verteilen.
  5. 20 bis 25 Minuten backen, bis an einem hineingesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr klebt. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Tipp: Die Muffins lassen sich gut einfrieren: am Abend aus dem Gefrierfach nehmen, am Morgen sind sie aufgetaut. Je reifer die Bananen, desto süßer werden sie.

Warm in 15 Minuten

An kalten Herbst- und Wintermorgen ist ein warmes Frühstück willkommen. Porridge braucht nur einen Topf und zehn Minuten am Herd. Das Bundeszentrum für Ernährung schlägt auch eine herzhafte Fassung vor: Getreideflocken mit heißer Gemüsebrühe, gebratenen Pilzen, frischem Gemüse und Kräutern, gewürzt etwa mit Muskat oder Kreuzkümmel (BZfE). Das Rührei gelingt bei mittlerer Hitze und mit etwas Geduld; dazu passen Vollkornbrot und Tomaten.

Schale mit warmem Haferporridge, belegt mit Apfelwürfeln, gehackten Walnüssen und Zimt, daneben ein Löffel und ein roter Apfel

Warmes Frühstück · vegetarisch

Porridge mit Apfel und Zimt

Warmer Haferbrei mit Apfelstücken, Zimt und Walnüssen, in einer Viertelstunde auf dem Tisch.

Portionen
2
Arbeitszeit
5 Min.
Koch- und Wartezeit
10 Min.
Gesamt
15 Min.

Zutaten

  • 80 g Haferflocken (zart oder kernig)
  • 250 ml Milch
  • 200 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 Apfel
  • ½ TL Zimt
  • 2 EL gehackte Walnüsse
  • nach Belieben 1 TL Ahornsirup

Zubereitung

  1. Haferflocken mit Milch, Wasser und Salz in einem Topf aufkochen.
  2. Bei kleiner Hitze unter Rühren etwa fünf Minuten köcheln lassen, bis ein cremiger Brei entsteht.
  3. Apfel waschen, entkernen und würfeln. Die Hälfte mit dem Zimt in den Brei rühren und zwei Minuten mitziehen lassen.
  4. Porridge auf zwei Schalen verteilen, mit dem übrigen Apfel und den Walnüssen bestreuen und nach Belieben mit Ahornsirup beträufeln.

Tipp: Kernige Haferflocken brauchen ein paar Minuten länger. Vegan wird das Porridge mit Haferdrink statt Milch.

Cremiges Rührei mit Schnittlauch und Petersilie auf einem weißen Teller, daneben eine Scheibe Vollkornbrot und halbierte Kirschtomaten

Warmes Frühstück · vegetarisch

Rührei mit frischen Kräutern

Cremiges Rührei mit Schnittlauch und Petersilie, dazu Vollkornbrot und Tomaten. Das warme Frühstück ist in zehn Minuten fertig.

Portionen
2
Arbeitszeit
5 Min.
Koch- und Wartezeit
5 Min.
Gesamt
10 Min.

Zutaten

  • 3 Eier
  • 3 EL Milch
  • 1 TL Butter oder Rapsöl
  • 2 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Scheiben Vollkornbrot
  • 2 Tomaten

Zubereitung

  1. Eier mit Milch, einer Prise Salz und Pfeffer verquirlen.
  2. Butter in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Eimasse hineingeben.
  3. Mit einem Pfannenwender immer wieder vom Rand zur Mitte schieben, bis das Ei gestockt ist.
  4. Kräuter unterheben und mit Brot und Tomatenscheiben servieren.

Tipp: Bei mittlerer Hitze und mit etwas Geduld wird das Rührei cremig statt trocken. Eine Handvoll junger Spinat, kurz in der Pfanne zusammengefallen, macht daraus ein Gemüsefrühstück.

Fürs Wochenende

Am Samstag oder Sonntag ist Zeit für Gerichte, die länger in der Pfanne brauchen. Pfannkuchen aus Dinkelvollkornmehl schmecken mit Beeren und Joghurt ohne zusätzlichen Zucker. Shakshuka – Eier, in einer würzigen Tomaten-Paprika-Soße gegart – kommt in der Pfanne auf den Tisch und wird gemeinsam mit Brot gegessen. Wenn Gäste kommen, rühren Sie den Pfannkuchenteig schon am Vorabend an und stellen ihn abgedeckt in den Kühlschrank; vor dem Backen einmal kräftig durchrühren.

Stapel dünner Vollkorn-Pfannkuchen mit frischen Beeren, daneben ein Schälchen Apfelmus auf einem hellen Holztisch

Wochenendfrühstück · vegetarisch

Vollkorn-Pfannkuchen mit Beeren

Dünne Pfannkuchen aus Dinkelvollkornmehl mit Beeren, Joghurt und ungesüßtem Apfelmus, gedacht als Frühstück fürs Wochenende.

Portionen
2
Arbeitszeit
10 Min.
Koch- und Wartezeit
25 Min.
Gesamt
35 Min.

Zutaten

  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 Eier
  • 300 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Rapsöl zum Ausbacken
  • 200 g Beeren
  • 150 g Naturjoghurt
  • 4 EL ungesüßtes Apfelmus

Zubereitung

  1. Mehl, Eier, Milch und Salz zu einem glatten Teig verquirlen und zehn Minuten quellen lassen.
  2. Eine beschichtete Pfanne mit wenig Öl bei mittlerer Hitze erhitzen.
  3. Für jeden Pfannkuchen eine kleine Kelle Teig hineingeben, durch Schwenken verteilen und etwa zwei Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist. Wenden und eine weitere Minute backen.
  4. Die fertigen Pfannkuchen im Ofen bei 80 Grad warm halten, bis alle gebacken sind.
  5. Mit Beeren, Joghurt und Apfelmus servieren.

Tipp: Wird der Teig beim Stehen zu dick, rühren Sie einen Schuss Milch unter. Übrige Pfannkuchen schmecken am nächsten Tag auch kalt, gerollt mit Quark und Obst.

Shakshuka in einer gusseisernen Pfanne: Eier in roter Tomaten-Paprika-Soße mit Petersilie, daneben Brot

Wochenendfrühstück · vegetarisch

Shakshuka: Eier in Tomaten-Paprika-Soße

Eier, in einer würzigen Soße aus Tomaten und Paprika gegart, dazu Brot zum Tunken. Gut für ein langes Frühstück am Wochenende.

Portionen
2
Arbeitszeit
10 Min.
Koch- und Wartezeit
20 Min.
Gesamt
30 Min.

Zutaten

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Eier
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • Vollkornbrot zum Tunken

Zubereitung

  1. Zwiebel und Paprika würfeln, Knoblauch fein hacken.
  2. Öl in einer Pfanne mit Deckel erhitzen, Zwiebel und Paprika darin etwa fünf Minuten weich dünsten. Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver kurz mitrösten.
  3. Tomaten dazugeben, salzen, pfeffern und offen etwa zehn Minuten sämig einkochen lassen.
  4. Mit einem Löffel vier Mulden in die Soße drücken und je ein Ei hineingleiten lassen.
  5. Deckel auflegen und bei kleiner Hitze sechs bis acht Minuten garen, bis das Eiweiß fest ist. Mit Petersilie bestreuen und in der Pfanne servieren.

Tipp: Ein Klecks Joghurt passt gut dazu. Wer weniger Eier essen möchte, gibt eine Dose abgetropfte Kichererbsen in die Soße und nimmt nur zwei Eier.

Frühstück zum Mitnehmen

Wer erst im Büro oder in der Pause isst, braucht Rezepte, die den Weg überstehen. Overnight Oats und Bircher-Müsli reisen im Schraubglas, Muffins und belegte Brote in der Dose. Joghurt, Quark und Milch gehören bis zum Essen in den Kühlschrank; für längere Wege hilft eine kleine Kühltasche. Obst und Nüsse packen Sie getrennt ein, damit nichts durchweicht.

Ein Vorrat für schnelle Morgen

Mit ein paar Grundzutaten im Haus lässt sich aus den Rezepten fast jeden Tag ein Frühstück zusammenstellen:

  • Im Schrank: zarte und kernige Haferflocken, Dinkelvollkornmehl, Nüsse und Kerne, Leinsamen, Zimt.
  • Im Kühlschrank: Naturjoghurt, Magerquark, Milch oder Haferdrink, einige Eier fürs Wochenende.
  • Im Obstkorb: Äpfel, Bananen, Kiwis, je nach Saison Beeren; dazu Radieschen, Tomaten oder Gurke.
  • Im Gefrierfach: Beeren, geschnittenes Vollkornbrot und einige Muffins.

Tiefgekühlte Beeren lassen sich das ganze Jahr verwenden und tauen über Nacht im Kühlschrank auf. Eingefrorene Brotscheiben kommen direkt in den Toaster. Mit diesem Vorrat ist auch die Woche schnell geplant: zwei Tage Overnight Oats, zwei Tage Quarkbrot oder Joghurt-Bowl, einmal Porridge – und am Wochenende Pfannkuchen oder Shakshuka.

Dazu trinken

Wasser oder ungesüßter Tee sind nach der DGE die erste Wahl. Fruchtsaft zählt dagegen zu den freien Zuckern, auch wenn kein Zucker zugesetzt ist. Schwarzer und grüner Tee enthalten Koffein, Kräuter- und Früchtetees in der Regel nicht. Kaffee gehört für viele dazu. Für gesunde Erwachsene hält die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bis zu 400 Milligramm Koffein am Tag und bis zu 200 Milligramm auf einmal für unbedenklich. Für Schwangere gelten bis zu 200 Milligramm am Tag (EFSA). Diese Werte ersetzen keine ärztliche Beratung. Mehr über Kaffee und seine Zubereitung steht in der Kaffee-Kultur; wie in anderen Ländern gefrühstückt wird, zeigt der Beitrag Frühstück weltweit.

Quellen

Häufige Fragen

Was gehört zu einem gesunden Frühstück?

Nach den DGE-Empfehlungen Vollkorngetreide wie Haferflocken oder Vollkornbrot, Obst oder Gemüse, ein Milchprodukt und ein Getränk ohne Zucker. Eine kleine Handvoll Nüsse ergänzt das gut. Zugesetzten Zucker halten Sie gering.

Wie viele Eier pro Woche sind empfehlenswert?

Der DGE-Ernährungskreis plant für Erwachsene etwa ein Ei pro Woche ein; Eier in Nudeln oder Gebäck kommen hinzu. Rührei, Shakshuka und Pfannkuchen eignen sich deshalb eher für das Wochenende als für jeden Tag.

Kann ich Overnight Oats am Vortag zubereiten?

Ja, dafür sind sie gedacht: Haferflocken mit Milch und Joghurt mischen und abgedeckt mindestens sechs Stunden in den Kühlschrank stellen. Obst und Nüsse kommen erst morgens dazu, damit die Nüsse knackig bleiben.

Ist Frühstück für Kinder wichtiger als für Erwachsene?

Ja. Nach der Nacht sind die Energiespeicher von Kindern leer, und Kinder, die vor der Schule frühstücken, sind laut Bundeszentrum für Ernährung insgesamt leistungsfähiger. Erwachsene ohne Morgenhunger können die erste Mahlzeit dagegen auf den Vormittag verschieben.

Wie viel Zucker steckt in Frühstücksflocken?

Gesüßte Frühstücksflocken können nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit bis zu 40 Prozent Zucker enthalten. Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich. Ein selbst gemischtes Müsli aus Haferflocken, Obst und Nüssen kommt ohne zugesetzten Zucker aus.

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