Tage & Jahreszeiten
Hallo August! Morgengrüße zwischen Ernte und Sternschnuppen
Für Augustmorgen finden Sie hier 20 eigene Sprüche und sechs Grußbilder – von Strohballen im Morgenlicht bis zu Sternschnuppen kurz vor der Dämmerung. Außerdem: warum der August nach Kaiser Augustus heißt und bei Karl dem Großen Erntemonat, wann sich die Perseiden am besten zeigen und welche Bauernregel über den Morgentau einen wahren Kern hat.

Im August riecht der Morgen nach Stroh. Auf den Feldern liegen die Ballen, an den Hecken werden die Brombeeren dunkel, und wer früh genug draußen ist, sieht vielleicht noch eine Sternschnuppe verglühen, bevor der Himmel hell wird. Ein Gruß in diesem Monat darf ein wenig Dankbarkeit enthalten: Der Sommer zeigt jetzt, was er geschafft hat.
Sternschnuppen vor dem Frühstück
Die Perseiden sind der Sternschnuppenstrom des Augusts; ihr Material stammt vom Kometen 109P/Swift-Tuttle. Laut der Stiftung Planetarium Berlin liegt ihr Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Dann sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich, in den Tagen davor und danach um die 50. Zu sehen sind sie bis etwa zum 24. August.
Am besten beobachtet man zwischen 22 und 4 Uhr. Der Deutsche Wetterdienst nennt als günstigste Zeit sogar etwa 2 bis 3 Uhr morgens, wenn das Sternbild Perseus hoch am Himmel steht. Die Teilchen treffen mit rund 60 Kilometern pro Sekunde auf die Lufthülle, das sind etwa 216.000 Kilometer pro Stunde. 2026 fiel das Maximum zudem auf Neumond, sodass kein Mondlicht störte. Für Frühaufsteher heißt das: Wer vor der Morgendämmerung auf den Balkon oder in den Garten tritt, hat gute Chancen – am besten weit weg von Straßenlaternen. Wenig später färbt sich der Osthimmel; warum er das tut, erklärt die Seite zum Morgenrot.
Vom Sextilis zum Erntemonat
Bei den Römern hieß der Monat zunächst Sextilis, der Sechste, denn das Jahr begann im März. Seinen heutigen Namen trägt er nach Kaiser Augustus, der eigentlich Octavian hieß; der Ehrenname bedeutet etwa „der Erhabene“. Im Althochdeutschen wurde daraus ougusto, im Mittelhochdeutschen ougest (DWDS).
Karl der Große setzte dagegen auf die Arbeit des Monats: Bei Einhard heißt der August aranmanoth, im Grimmschen Wörterbuch als Erntemonat verzeichnet. Durchgesetzt hat sich das ebenso wenig wie Philipp von Zesens Vorschlag „Erndmahnd“ von 1648. Den Namen „Ernting“ führt der Duden heute als veraltet; daneben gab es den Augstmonat, und der Deutsche Wetterdienst nennt außerdem Ährenmonat, Sichel- und Weidemond. Fast alle diese Namen erzählen von der Ernte.






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Die Tage werden spürbar kürzer
Im August merkt man morgens, dass der Sommer kippt. In Berlin ist der Tag am 1. August noch 15 Stunden und 31 Minuten lang, am 31. August nur noch 13 Stunden und 40 Minuten (DWD). Der Sonnenaufgang rückt dabei um 40 bis 55 Minuten nach hinten – je weiter nördlich, desto stärker. Ende August geht die Sonne in Hamburg wie in München erst gegen 6:30 Uhr auf:
| Stadt | Aufgang 1. | Untergang 1. | Aufgang 31. | Untergang 31. | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Hamburg | 05:35 | 21:17 | 06:27 | 20:13 | 15:42 Std. → 13:46 Std. |
| Berlin | 05:26 | 20:59 | 06:15 | 19:58 | 15:33 Std. → 13:43 Std. |
| Köln | 05:58 | 21:19 | 06:44 | 20:21 | 15:21 Std. → 13:37 Std. |
| München | 05:49 | 20:50 | 06:30 | 19:58 | 15:01 Std. → 13:28 Std. |
| Wien | 05:29 | 20:31 | 06:10 | 19:39 | 15:02 Std. → 13:29 Std. |
| Zürich | 06:03 | 21:00 | 06:43 | 20:09 | 14:57 Std. → 13:26 Std. |
Uhrzeiten in MEZ bzw. MESZ (gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz), berechnet nach dem Verfahren des NOAA-Solarrechners; Abweichungen um etwa eine Minute sind möglich. Für Ihren Ort und jeden Tag: Sonnenaufgang berechnen.
Auf den Feldern ist die Ernte dann oft schon weit fortgeschritten. 2026 meldeten die Beobachter des Deutschen Wetterdienstes für die Wintergerste eine Ernte, die acht bis zehn, teils 15 Tage früher lag als im vieljährigen Mittel – vor allem wegen der Hitzewelle Ende Juni.
Tau, Laurentius, Bartholomäus
Drei Augustregeln aus Wanders Deutschem Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), Schreibung modernisiert – und was sich dazu sagen lässt.
„Wenn’s im August stark tauen tut, so bleibt das Wetter meistens gut.“
Wander, Bd. 1, Sp. 187, „August“ Nr. 8. Diese Regel hat einen echten Kern. Tau entsteht, wenn die Luft in der Nacht bis zum Taupunkt abkühlt und der Wasserdampf kondensiert. Das gelingt vor allem in wolkenarmen, windschwachen Nächten, wie sie bei Hochdruck typisch sind (DWD). Viel Tau am Morgen spricht also für ruhiges Wetter – für die nächsten Stunden, nicht für Wochen.
„Sankt Laurenz ist der wärmste Lenz.“
Wander, Bd. 2, Sp. 1819, „Laurentius“ Nr. 7, nach Fischart. Gemeint ist: Um den Laurentiustag am 10. August ist es am wärmsten. Ganz falsch ist das nicht, denn der August ist mit 17,5 Grad im Mittel nur wenig kühler als der Juli (DWD).
„Wie sich Bartholomäus hält, so ist der ganze Herbst bestellt.“
Wander, Bd. 1, Sp. 242, „Bartholomäus“ Nr. 8. Vom 24. August auf einen ganzen Herbst zu schließen, ist kühn; solche Fernregeln hält der Deutsche Wetterdienst für nicht zuverlässig genug. Als Erinnerung an das Sommerende taugt der Tag trotzdem: Er galt, so Wander, als Haupterntetag. Die Dänen nannten Bartholomäus nach seiner Notiz sogar den „Halmbrecher“, weil um diese Zeit oft heftige Winde das Getreide niederschlugen.
Grüße zwischen Ferienende und Erntezeit
Für den letzten Urlaubstag, den ersten Arbeitstag danach oder einfach einen warmen Spätsommermorgen – zum Kopieren oder direkt zum Verschicken.
Guten Morgen! Die Felder sind abgeerntet, die Brombeeren reif – der August zeigt, was der Sommer geschafft hat.
HerzlichIn WhatsApp öffnenIch wollte Sternschnuppen zählen und bin bei drei eingeschlafen. Die Wünsche gehen trotzdem an dich.
LustigIn WhatsApp öffnenWas du gesät hast, zeigt sich jetzt. Was noch fehlt, darfst du heute säen.
MotivierendIn WhatsApp öffnenDer Morgentau auf den Stoppeln glitzert wie ein letzter Sommergruß. Ich schicke dir einen davon.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenBei der letzten Sternschnuppe habe ich mir etwas gewünscht. Verraten darf ich es nicht, aber es hat mit dir zu tun.
RomantischIn WhatsApp öffnenSonnenblumen schauen dem Morgen entgegen, mein Gruß lacht dir entgegen.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Tage werden kürzer, sagt man. Mein Weg bis zum ersten Kaffee nicht.
LustigIn WhatsApp öffnenSonnenblumen wachsen der Wärme entgegen. Such dir heute, was dich wachsen lässt.
MotivierendIn WhatsApp öffnenIm August beginnt der Abschied vom Sommer, leise und ohne Eile. Vielleicht ist das die schönste Art, loszulassen.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenDer Sommer geht langsam, aber du bleibst – das ist mein schönster Gedanke an diesem Morgen.
RomantischIn WhatsApp öffnenHallo August! Brombeerfinger und ein Lächeln – so darf dein Tag werden.
HerzlichIn WhatsApp öffnenAuf dem Feld liegen die Strohballen, in meinem Kopf noch die Kissen.
LustigIn WhatsApp öffnenDie Bauern sind seit Sonnenaufgang auf dem Feld. So früh musst du nicht – aber starte mit derselben Zuversicht.
MotivierendIn WhatsApp öffnenEin Augustmorgen hat schon einen Hauch von September. Halte die Wärme fest, solange sie da ist.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenEin Korb voller Frühäpfel und ein Kopf voller guter Gedanken – das wünsche ich dir heute.
HerzlichIn WhatsApp öffnenWenn morgens die letzten Sterne verblassen, denke ich: Einer davon hat die ganze Nacht für uns geleuchtet.
RomantischIn WhatsApp öffnenDie Wespen haben das Frühstück vor mir entdeckt. Den Marmeladenrand überlasse ich ihnen, den Rest verteidige ich.
LustigIn WhatsApp öffnenKürzere Tage sind kein Grund für kleinere Pläne. Fang heute früher an.
MotivierendIn WhatsApp öffnenDie Libelle am Schilf rührt sich erst, wenn die Sonne sie gewärmt hat. Manchmal darf ein Morgen langsam beginnen.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenHallo August, hallo Spätsommer! Ich schicke dir Sonne für die Seele und einen extra Gruß für die neue Woche.
HerzlichIn WhatsApp öffnen
Feiertage und Ferienende
Am 15. August ist Mariä Himmelfahrt, im Saarland und in vielen bayerischen Gemeinden ein gesetzlicher Feiertag. Wander verzeichnet dazu eine Morgenregel aus Belgien: Ist der Himmel an diesem Tag vor Sonnenaufgang so klar, dass die Sterne schön leuchten, sei gutes Wetter zu hoffen. Am 23. August enden die Hundstage, deren Name heute für sommerliche Hitzeperioden steht. Augsburg begeht am 8. August sein Hohes Friedensfest. In mehreren Ländern endet im August die Ferienzeit – Grüße für den Neustart stehen beim September. Zurück geht es zum Juli, die ganze Jahreszeit sammelt Guten Morgen Sommer. Wie früh die Sonne an Ihrem Ort aufgeht, berechnet der Rechner auf der Seite Sonnenaufgang.
Quellen
- DWDS: August, Etymologisches Wörterbuch nach Pfeifer
- The Latin Library: Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm: erntemonat, Bd. 3, Sp. 930; augstmonat, Bd. 1, Sp. 816
- Duden: Ernting
- Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), Wörterbuchnetz Trier: August, Laurentius, Bartholomäus, Maria
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Hundstage
- Stiftung Planetarium Berlin: Perseiden am Sommerhimmel
- Deutscher Wetterdienst: Höhepunkt der Perseiden (12.08.2026)
- Deutscher Wetterdienst: August – der Erhabene (03.08.2021)
- Deutscher Wetterdienst: Ein Blick auf die Pflanzenwelt – Phänologie (06.07.2026)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Taupunkt
- Deutscher Wetterdienst: Herbstzeit ist Nebelzeit (15.10.2023)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Phänologische Jahreszeiten
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Bauernregeln
Häufige Fragen
Warum hat der August 31 Tage?
Der römische Sextilis hatte ursprünglich nur 29 Tage. Bei Caesars Kalenderreform wurde er auf 31 Tage verlängert, schreibt der Deutsche Wetterdienst; seinen heutigen Namen erhielt er später zu Ehren des Kaisers Augustus.
Woher haben die Perseiden ihren Namen?
Vom Sternbild Perseus. Dort liegt ihr Ausstrahlungspunkt, der Radiant: Verlängert man die Leuchtspuren der Sternschnuppen nach hinten, scheinen sie alle aus diesem Sternbild zu kommen.
Wann beginnt der Spätsommer?
Im phänologischen Kalender des Deutschen Wetterdienstes beginnt der Spätsommer, wenn frühe Apfelsorten reif sind; als Ersatzzeichen gilt die Reife der Vogelbeeren. Der Termin hängt damit vom Jahr und von der Region ab, nicht vom Kalenderdatum.
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