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Guten Morgen mit Blumen: zwölf Bilder und ihre Blumensprache

Ein Guten-Morgen-Gruß mit Blumen ist schnell gemacht: Bild aussuchen, ein paar Worte dazu, fertig. Hier finden Sie zwölf Blumenbilder, 30 Texte und zu jeder Blume ihre Bedeutung in der Blumensprache. Diese Bedeutungen sind Überlieferung aus Büchern des 19. Jahrhunderts – und schon damals waren sich die Deuter nicht einig.

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Ein lockerer Wiesenblumenstrauß in einer Glaskaraffe auf einer sonnigen Fensterbank, draußen ein Garten im Morgentau
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Blumen sagen „Ich denk an dich“, ohne dass man viel schreiben muss. Ein Blumenbild am Morgen ist dafür die einfachste Form: Es passt in jede Nachricht, braucht keine Vase und welkt nicht. Wer mag, wählt die Blume nach ihrer Bedeutung aus – die Blumensprache hilft dabei, solange man sie nicht zu ernst nimmt.

Zwölf Blumenbilder für den Morgen

Jedes Bild zeigt eine Blume im Morgenlicht, von der Rose im Tau bis zu den Maiglöckchen im Krug. Mal ist es eine einzelne Blüte ganz nah, mal ein ganzer Strauß: eine Sonnenblume hoch über dem Gartenzaun, rote Tulpen in braunem Papier, getrockneter Lavendel am offenen Fenster, eine Kornblume mit Marienkäfer. Die Reihenfolge entspricht der Tabelle weiter unten, sodass Sie zu jedem Bild die überlieferte Bedeutung finden.

Einzelne rote Rose mit Tautropfen an einem Rosenstrauch im weichen Morgenlicht; Schrift: „Guten Morgen! Eine Rose für dich“
Rose: LiebeJPGWebPStatusEigener Text
Einzelne hohe Sonnenblume ragt über einen weißen Gartenzaun, von unten gesehen vor klarem blauem Morgenhimmel; Schrift: „Guten Morgen! Heute hoch hinaus“
Sonnenblume: Streben nach dem HöherenJPGWebPStatusEigener Text
Ein Strauß roter Tulpen in braunem Papier liegt auf einem Holzstuhl in einem sonnigen Zimmer; Schrift: „Guten Morgen! Rote Tulpen für dich“
Rote Tulpe: LiebeserklärungJPGWebPStatusEigener Text
Nahaufnahme winziger himmelblauer Vergissmeinnichtblüten voller Tau in der frühen Morgensonne; Schrift: „Guten Morgen! Damit du mich nicht vergisst“
Vergissmeinnicht: AndenkenJPGWebPStatusEigener Text
Rasen voller Gänseblümchen, die sich in der Morgensonne öffnen, glitzernder Tau; Schrift: „Guten Morgen! Einfach fröhlich in den Tag“
Gänseblümchen: UnschuldJPGWebPStatusEigener Text
Gebündelter getrockneter Lavendel mit Schnur auf einem weißen Leinentuch am offenen Fenster im Morgenlicht; Schrift: „Guten Morgen! Tief durchatmen“
Lavendel: Fleiß oder MisstrauenJPGWebPStatusEigener Text
Dunkelrote Pfingstrosenknospe und eine voll erblühte Blüte nebeneinander auf einem weißen Holztisch, lose Blütenblätter; Schrift: „Guten Morgen! Ein Gruß zum Aufblühen“
Pfingstrose: SchüchternheitJPGWebPStatusEigener Text
Eine Hand hält eine Margerite, von der schon einige Blütenblätter gezupft sind, dahinter eine unscharfe Sommerwiese; Schrift: „Guten Morgen! Er liebt mich – ganz sicher!“
Margerite: GeduldJPGWebPStatusEigener Text
Nahaufnahme einer einzelnen blauen Kornblume mit einem Marienkäfer und Tautropfen im Morgenlicht; Schrift: „Guten Morgen! Ein Stück Himmel für dich“
Kornblume: HimmelJPGWebPStatusEigener Text
Kleine violette Veilchen im Moos am Fuß eines alten Baumes, gesprenkeltes Frühlingslicht; Schrift: „Guten Morgen! Ein kleiner, feiner Gruß“
Veilchen: BescheidenheitJPGWebPStatusEigener Text
Eine einzelne Mohnknospe öffnet sich, die zerknitterten roten Blütenblätter entfalten sich, Tautropfen; Schrift: „Guten Morgen! Leuchtend in den Tag“
Mohn: TrostJPGWebPStatusEigener Text
Maiglöckchen in einem kleinen weißen Keramikkrug auf einem sonnigen Tisch, zarte weiße Glöckchen; Schrift: „Guten Morgen! Das Glück kommt zurück“
Maiglöckchen: Rückkehr des GlücksJPGWebPStatusEigener Text

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Blumensprache: was die zwölf Blumen bedeuten

Die Tabelle stützt sich auf drei alte Quellen: das in London erschienene „Language of Flowers“ mit Bildern von Kate Greenaway (1884), das Buch „Selam, oder die Sprache der Blumen“ von Johann Daniel Symanski (Wiener Ausgabe 1832) und den Artikel „Blumensprache“ in Meyers Großem Konversations-Lexikon (1905). Wo sie sich widersprechen, steht beides da.

Zwölf Blumen und ihre überlieferte Bedeutung
BlumeÜberlieferte BedeutungPasst als Morgengruß für
RoseLiebe (Greenaway); „Blume der Liebe und der Jugend“ (Symanski); gelbe Rosen dagegen: nachlassende Liebe, Eifersucht (Greenaway)die Partnerin oder den Partner
SonnenblumeBild des Strebens nach dem Höheren, weil sie sich zur Sonne wendet (Symanski); niedrige Sorten Verehrung, hohe Hochmut (Greenaway)Menschen mit großen Plänen
Tulperote Tulpe: Liebeserklärung, gelbe: hoffnungslose Liebe (Greenaway); bei Symanski ein Sinnbild bloßer äußerer Schönheiteinen Schwarm – dann bitte rot
Vergissmeinnichtwahre Liebe (Greenaway); Andenken (Meyers)Menschen in der Ferne
GänseblümchenUnschuld (Greenaway); Bescheidenheit (Symanski, unter „Maaßliebchen“)Kinder und Freundinnen
LavendelMisstrauen (Greenaway); im Orient ein „Zeichen der Arbeit und Betriebsamkeit“ (Symanski)Fleißige – mit Augenzwinkern
PfingstroseScham, Schüchternheit (Greenaway); bei Symanski als Päonie: „Mich schmerzt’s, wenn ich Dich weinen seh’“Mütter und Großmütter, die sie im Garten haben
MargeriteGeduld (Greenaway, „Ox Eye“); das Blätterzupfen als Liebesorakel kennt schon Goethes „Faust“, dort mit einer „Sternblume“: „Er liebt mich – liebt mich nicht“Verliebte
KornblumeHimmel (Meyers); Bild der Anspruchslosigkeit und kindlichen Einfalt (Symanski)alle, denen Sie einen klaren Tag wünschen
VeilchenBescheidenheit (Meyers; bei Greenaway das Duftveilchen); blaues Veilchen: Treue (Greenaway)stille, treue Freunde
MohnAbend (Meyers); roter Mohn: Trost (Greenaway); in der Antike ein Bild des Schlafes und des Traumes (Symanski)Menschen, die Trost brauchen
MaiglöckchenRückkehr des Glücks (Greenaway); Unschuld und Sittsamkeit (Symanski)alle, denen Sie einen Neuanfang wünschen

Woher die Blumensprache kommt

Die Lexika des 19. Jahrhunderts erzählen eine morgenländische Geschichte. Meyers nennt die Blumensprache im Orient Selam; Pierer’s Universal-Lexikon (1857) verlegt ihren Ursprung in die Harems, wo Frauen sich damit unterhalten hätten. Belegen lässt sich das kaum. Sicher ist, dass im 19. Jahrhundert zahlreiche Blumensprache-Bücher erschienen: Pierer nennt eine ganze Reihe deutscher Titel zwischen 1820 und 1853, Meyers als Grundlage das französische „Le langage des fleurs“ von Charlotte de Latour, das 1820 auf Deutsch herauskam.

Älter ist die Bildsprache der Blumen in der Dichtung. Laut Götzingers Reallexikon der Deutschen Altertümer (1885) war die Lilie im Mittelalter Sinnbild der Reinheit, die Rose die Blume der Freude und der Liebe, das Veilchen die Botin des Frühlings.

Verbindlich war die Blumensprache nie. Das Damen Conversations Lexikon von 1834 stellt nüchtern fest, dass die Ausleger über manche Blumen uneins seien: Der eine deute die Aster als Wehmut, der andere als Freundschaft. Dafür kannte man feine Regeln – eine Rosenknospe mit Dornen stand für Furcht und Hoffnung zugleich, mit dem Stiel nach oben gehalten bedeutete sie das Gegenteil.

Blumensprache in Reimen: Viele deutsche Ratgeber übersetzten Blumen nicht in Begriffe, sondern in gereimte Sätze. In Symanskis Wörterbuch von 1832 sagen Nelken „Auch Schönheit muß wie jede Blüte welken“, das Veilchen „Harr ein Weilchen!“ und der Lavendel „Verhaßt ist mir das zärtliche Getändel“. Für den Morgen am schönsten: Der „Morgenstern“ – gemeint ist der Wiesen-Bocksbart – bedeutet dort „Ich seh’ Dich gern“.

Übrigens: Die Redensart „durch die Blume sprechen“ bedeutet laut Meyers, geheimnisvoll und nur in leisen Andeutungen zu reden. Genau das ist der Reiz eines Blumengrußes – er sagt etwas, ohne es auszusprechen.

Blumen, die morgens aufwachen: Linnés Blumenuhr

Manche Blüten öffnen und schließen sich zu bestimmten Tageszeiten. Daraus entstand die Idee der Blumenuhr: eine Zusammenstellung von Pflanzen, deren Blüten sich zu verschiedenen Stunden öffnen und schließen, zuerst von Carl von Linné angelegt (Brockhaus 1911). Pierer’s Universal-Lexikon (1857) beschreibt, wie man eine solche Uhr im Garten oder auf dem Balkon anlegt, und listet die Pflanzen Stunde für Stunde auf.

Ganz vorn steht dort der Wiesen-Bocksbart, der seine Blüten zwischen 3 und 5 Uhr öffnet – jener „Morgenstern“, der in Symanskis Blumensprache „Ich seh’ Dich gern“ bedeutet. Es folgen unter anderem die Wegwarte zwischen 4 und 5 Uhr, der Löwenzahn zwischen 5 und 6 Uhr und die Weiße Seerose zwischen 7 und 8 Uhr. Pierer schränkt selbst ein: Wann eine Blüte erwacht, hängt von der Tageslänge und vom Wetter ab. Als Uhr taugt so ein Beet also nur ungefähr – als Morgengruß dafür umso mehr.

30 Texte mit Blumen

Die Texte greifen die Bilder auf: ein Vergissmeinnicht für die Freundin in der Ferne, Pfingstrosen für Mama, Lavendel zum Durchatmen. Sie passen zu jedem Blumenbild oder stehen für sich.

  • Guten Morgen! Ich schick dir einen Strauß, der nie welkt – such dir die schönste Blume aus.

    Herzlich
  • Eine Rose zum Morgen – in der alten Blumensprache heißt das: Ich liebe dich. Guten Morgen, Schatz!

    Romantisch
  • Klein, blau und treu wie ein Vergissmeinnicht: mein Gruß, damit du weißt, dass ich an dich denke.

    Herzlich
  • Guten Morgen! Ich hab dir Blumen gepflückt. Leider nur digital, dafür ganz ohne Heuschnupfen.

    Lustig
  • Blumen öffnen sich nicht alle gleichzeitig. Auch du darfst heute in deinem Tempo aufblühen.

    Besinnlich
  • Ein Gänseblümchen für dich – einfach, fröhlich und überall zu Hause, so wie du. Guten Morgen!

    Herzlich
  • Sonnenblumen wenden sich dem Licht zu. Mach es ihnen heute nach. Guten Morgen!

    Motivierend
  • Für dich würde ich jeden Morgen eine Tulpe auf den Küchentisch stellen. Heute ist es erst mal ein Bild.

    Romantisch
  • Guten Morgen, Mama! Ein Strauß Pfingstrosen für dich, weil du sie so liebst.

    Herzlich
  • Ich habe heute früh mit meinen Zimmerpflanzen gesprochen. Sie haben mir geraten, dir zu schreiben.

    Lustig
  • Nach dem Regen riecht der Garten am schönsten. Ich wünsch dir einen Tag mit genau so einem frischen Moment.

    Besinnlich
  • Ein Lavendelgruß zum Morgen: durchatmen, langsam anfangen, gut sein lassen.

    Herzlich
  • Du bist meine Lieblingsblume in einem Garten voller Menschen. Guten Morgen!

    Romantisch
  • Auf meinem Balkon blüht die erste Margerite. Ich musste sofort an dich denken.

    Herzlich
  • Guten Morgen! Ich bin heute eine Mimose – bitte nur ganz vorsichtig ansprechen.

    Lustig
  • Jede Knospe ist ein kleines Versprechen. Ich wünsch dir einen Tag, an dem sich etwas Schönes öffnet.

    Besinnlich
  • Ein Strauß Kornblumen, so blau wie der Himmel, den ich dir heute wünsche.

    Herzlich
  • Auch die kräftigste Pflanze fing klein an. Gieß heute deinen Plan ein bisschen.

    Motivierend
  • Ich hab keinen Garten, aber ich hab dich. Das ist mehr Blüte, als ich brauche.

    Romantisch
  • Ich wünsch dir einen Tag wie eine Blumenwiese: bunt, ein bisschen wild und voller kleiner Überraschungen.

    Herzlich
  • Der Strauß im Bild ist ganz frisch, ehrlich. Ich habe ihn heute früh persönlich ausgesucht.

    Lustig
  • Blumen fragen nicht, ob jemand zuschaut. Sie blühen einfach.

    Besinnlich
  • Ein Veilchen für dich: klein und bescheiden, aber mit einem Duft, den man nicht vergisst.

    Herzlich
  • Guten Morgen, Oma! An deine Rosen am Gartenzaun denke ich heute noch. Hier kommt eine für dich.

    Herzlich
  • Was du heute säst, blüht vielleicht erst im Frühling. Säen lohnt sich trotzdem.

    Motivierend
  • Wenn ich dir jeden Morgen eine Blume schicken würde, wäre mein Handy bald ein Garten. Ich fang heute an.

    Romantisch
  • Ein Blumenbild für dich habe ich gefunden. Den Gießplan für meine eigenen Pflanzen leider nicht.

    Lustig
  • Der Mohn blüht nur kurz, aber leuchtend. Mach etwas Schönes aus dem Heute.

    Besinnlich
  • Mögen heute alle Ampeln grün und alle Blumen bunt sein. Guten Morgen!

    Herzlich
  • Ein Maiglöckchengruß: Möge das Glück zurückkommen, wo es kurz gefehlt hat.

    Herzlich

Tipps für den Blumengruß

  • Lieblingsblume schlägt Bedeutung: Wer weiß, dass die Mutter Pfingstrosen liebt, schickt Pfingstrosen – egal, was ein Buch von 1884 dazu meint. Für den Muttertag gibt es eigene Muttertagsgrüße.
  • Zur Jahreszeit passend: Maiglöckchen und Veilchen im Frühling, Mohn und Kornblumen im Sommer.
  • Bei Krankheit: Ein Blumenbild ist ein Gruß, der keine Vase braucht. Passende Worte stehen bei den Texten zur guten Besserung.
  • Mehrdeutiges erklären: Gelbe Rosen oder Lavendel lieber mit einem Satz verschicken, damit keine alte Deutung missverstanden wird.

Weitere Motive von Kaffee bis Sonnenaufgang finden Sie unter Guten-Morgen-Bilder.

Quellen

Häufige Fragen

Welche Blume passt zu einem Guten-Morgen-Gruß?

Fast jede – entscheidend ist der Empfänger. Wer die Lieblingsblume kennt, liegt immer richtig. Nach der alten Blumensprache passen Rosen zur Liebe, Vergissmeinnicht zu Menschen in der Ferne und Maiglöckchen zu einem Neuanfang.

Was bedeuten gelbe Rosen in der Blumensprache?

In Kate Greenaways „Language of Flowers“ von 1884 stehen gelbe Rosen für nachlassende Liebe und Eifersucht. Wer eine gelbe Rose als fröhlichen Gruß meint, schreibt das am besten dazu – dann kann die alte Deutung nicht missverstanden werden.

Ist die Blumensprache verbindlich?

Nein. Schon das Damen Conversations Lexikon von 1834 hielt fest, dass die Ausleger über manche Blumen verschiedener Meinung sind. Englische und deutsche Bücher des 19. Jahrhunderts widersprechen sich etwa beim Lavendel deutlich.

Was bedeutet „durch die Blume sprechen“?

Etwas nur andeuten, statt es offen zu sagen. Meyers Konversations-Lexikon von 1905 erklärt die Redensart als geheimnisvolles Reden in leisen Andeutungen.

Passt dazu

  • Grüße & Bilder Tierische Grüße

    Katze, Hund, Igel und Co. wünschen einen guten Morgen.

  • Grüße & Bilder Gute Besserung

    Einfühlsame Morgengrüße für alle, die krank sind.

  • Grüße & Bilder Schönen Tag

    Wünsche für einen guten Tag.

  • Tage & Jahreszeiten Oktober

    Morgengrüße für den Oktober.