Tage & Jahreszeiten
Hallo November! Morgengrüße für stille, dunkle Tage
Für Novembermorgen finden Sie hier 20 neue Sprüche und sechs Grußbilder – für Tage, an denen man im Dunkeln aufsteht und im Dunkeln heimkommt. Dazu erfahren Sie, wie spät die Sonne jetzt aufgeht, warum das Weiße auf den Wiesen meist Reif und kein Raureif ist, woher Namen wie Nebelung und Windmond kommen und was die Martini-Regeln taugen.

Im November steht man im Dunkeln auf. Die Straßenlaternen brennen noch, wenn der Kaffee durchläuft, und draußen hängt oft Nebel zwischen den kahlen Bäumen. Viele mögen diesen Monat nicht besonders: In einer Umfrage, die der Deutsche Wetterdienst erwähnt, landete der November als unbeliebtester Monat auf dem letzten Platz. Umso mehr zählt ein freundlicher Gruß am Morgen.
Aufstehen im Dunkeln
| Stadt | Aufgang 1. | Untergang 1. | Aufgang 30. | Untergang 30. | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Hamburg | 07:19 | 16:47 | 08:11 | 16:05 | 9:28 Std. → 7:54 Std. |
| Berlin | 07:02 | 16:37 | 07:53 | 15:56 | 9:34 Std. → 8:04 Std. |
| Köln | 07:24 | 17:07 | 08:11 | 16:29 | 9:43 Std. → 8:18 Std. |
| München | 06:59 | 16:55 | 07:41 | 16:22 | 9:56 Std. → 8:41 Std. |
| Wien | 06:39 | 16:36 | 07:22 | 16:03 | 9:56 Std. → 8:41 Std. |
| Zürich | 07:09 | 17:09 | 07:51 | 16:37 | 10:00 Std. → 8:47 Std. |
Uhrzeiten in MEZ bzw. MESZ (gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz), berechnet nach dem Verfahren des NOAA-Solarrechners; Abweichungen um etwa eine Minute sind möglich. Für Ihren Ort und jeden Tag: Sonnenaufgang berechnen.
Die Tabelle zeigt, wie schnell die Morgen dunkler werden. Ende November geht die Sonne in Hamburg erst gegen 8:10 Uhr auf, in München gegen 7:40 Uhr. In Frankfurt am Main schrumpft der Tag im Lauf des Monats von 9 Stunden 47 Minuten auf 8 Stunden 25 Minuten. Dazu kommt das Wetter: Mit 54,6 Sonnenstunden im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 ist der November nach Dezember und Januar der sonnenärmste Monat (DWD).
Ganz so trist muss er aber nicht sein. Die Novembermonate 1989 und 2011 brachten im Deutschlandmittel jeweils rund 100 Sonnenstunden, und auf der Zugspitze, die oft über der Hochnebeldecke liegt, waren es 2011 etwa 233 Stunden. In Niederungen wie an der Donau hält sich bei ruhigem Wetter dagegen oft tagelang ein zähes Grau (DWD). Und selbst die mögliche Tageslänge ist ungleich verteilt: Der Süden hat im November rund 50 Minuten mehr Tag als der Norden.
Angenehmer beginnt so ein Morgen mit hellem Licht in der Küche, festen Zeiten und einem Frühstück, auf das man sich freut. Bausteine dafür sammelt die Seite Morgenroutine; wer trotz der Dunkelheit früher aus dem Bett möchte, findet im Ratgeber Früh aufstehen Hinweise.
Wenn die Dunkelheit aufs Gemüt schlägt: Manche Menschen reagieren auf den Mangel an Tageslicht in den dunklen Herbst- und Wintermonaten mit einer Depression, schreibt das Bundesgesundheitsministerium auf gesund.bund.de. Wer sich über Wochen niedergeschlagen und antriebslos fühlt, sollte das ärztlich abklären lassen. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung.
Reif ist nicht gleich Raureif
Liegen morgens weiße Kristalle auf Wiesen und Autodächern, sprechen viele von Raureif. Meteorologisch ist das meist Reif: Er bildet sich, wenn Boden und Gegenstände in klaren Nächten unter den Gefrierpunkt auskühlen und Wasserdampf direkt zu Eis wird (DWD-Glossar). Echter Raureif braucht mehr: eine Luftfeuchte von mindestens 90 Prozent und Temperaturen unter minus 8 Grad. Bei Nebel und Frost zwischen minus 2 und minus 10 Grad wächst dagegen Raueis, weil der Wind unterkühlte Nebeltröpfchen an Zweige und Zäune treibt (DWD).
Warme Worte für graue Tage
Für frühe Wege im Dunkeln und für die Menschen, an die man an einem trüben Morgen besonders gern denkt.
Draußen ist es noch dunkel, aber in dieser Nachricht ist schon Licht. Guten Morgen!
HerzlichIn WhatsApp öffnenMein Wecker und die Sonne haben sich getrennt. Er klingelt, sie schläft weiter.
LustigIn WhatsApp öffnenAuch ein dunkler Morgen ist ein Anfang. Mach das Licht an – innen wie außen.
MotivierendIn WhatsApp öffnenDer November lädt dazu ein, langsamer zu werden. Gönn dir heute eine Tasse Ruhe.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenWenn draußen alles grau ist, bist du meine Farbe. Guten Morgen, du.
RomantischIn WhatsApp öffnenEine warme Decke, ein heißer Tee und jemand, der an dich denkt: Das ist mein Novembergruß für dich.
HerzlichIn WhatsApp öffnenIm November ziehe ich morgens drei Schichten an: Pullover, Jacke und gute Laune. Die letzte sitzt noch nicht.
LustigIn WhatsApp öffnenDie Bäume stehen kahl und warten geduldig auf den Frühling. Geduld ist auch eine Stärke – du hast sie.
MotivierendIn WhatsApp öffnenReif auf den Wiesen, Nebel über dem Fluss: Der November flüstert. Hör heute ein bisschen genauer hin.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenAn grauen Tagen ist dein Lächeln mein Sonnenaufgang.
RomantischIn WhatsApp öffnenHallo November! Ich schicke dir Licht für den Weg und Wärme für die Hände.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Wildgänse ziehen in den Süden, ich ziehe mir die Decke über den Kopf. Beides ist eine Lösung.
LustigIn WhatsApp öffnenKurze Tage brauchen klare Ziele. Nimm dir heute eine Sache vor und bring sie zu Ende.
MotivierendIn WhatsApp öffnenIn der Stille des Novembers ist Platz für Erinnerungen. Ich wünsche dir einen sanften Tag.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenWenn du heute im Dunkeln losmusst: Ich denke an dich und drücke dir die Daumen. Guten Morgen!
HerzlichIn WhatsApp öffnenSelbst der dichteste Nebel kann nicht verhindern, dass meine Gedanken heute früh bei dir landen.
RomantischIn WhatsApp öffnenLaut Uhr ist es Morgen, laut Himmel noch Nacht. Ich halte vorsichtig zur Uhr. Guten Morgen!
LustigIn WhatsApp öffnenWer im November gute Laune hat, schafft es das ganze Jahr. Heute wird geübt.
MotivierendIn WhatsApp öffnenEin Licht im Fenster am frühen Morgen sagt: Hier ist jemand wach. Ich wünsche dir so ein Licht.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenHallo November! Der Monat ist still, also darfst du heute auch leise anfangen.
HerzlichIn WhatsApp öffnen
Nebelung, Windmond, Wintermonat
Im altrömischen Jahr war der November der neunte Monat, daher sein Name von lateinisch novem, neun. Um das Jahr 1000 sagte man im Althochdeutschen herbistmānōd, Herbstmonat (DWDS); herbistmanoth steht auch in Einhards Liste der Monatsnamen Karls des Großen.
Vom 14. bis ins 18. Jahrhundert hieß der November im größten Teil des deutschen Sprachgebiets Wintermonat; Luther schrieb vom neunten Monat, „den wir den wintermond heiszen“ (Grimm). Der Windmonat ist ein Missverständnis mit Geschichte: Er geht auf Karls Oktobernamen windumemanoth zurück, der eigentlich die Weinlese meinte, und wanderte erst durch die Anlehnung an „Wind“ zum November (Grimm). Den „Nebelung“ führt der Duden als veraltet; der DWD nennt daneben Namen wie Nebelmond und Schlachtmond.






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Martini, Andreas und der Weg in den Winter
Die Novemberregeln handeln vom Übergang. Zitiert sind sie nach Wanders Deutschem Sprichwörter-Lexikon, das zwischen 1867 und 1880 erschien; die Schreibweise folgt heutigen Regeln:
„Allerheiligen bringt einen gewissen Sommer (oder: bringt den Nachsommer).“
Wander, Bd. 1, Sp. 46, „Allerheiligen“ Nr. 1. Milde Tage zu Monatsbeginn gibt es tatsächlich, verlässlich sind sie aber nicht. Wie warm ein Novembermorgen werden kann, zeigte der 2. November 2020: Mit Südwestwind strömte feuchtwarme Luft aus den Subtropen heran, in Bad Neuenahr-Ahrweiler sank die Temperatur nachts nicht unter 17,5 Grad, und mancherorts brauchte man morgens keine Jacke (DWD).
„Nebliger Martin, Winter gelind; heller Martin, Winter streng.“
Wander, Bd. 3, Sp. 471, „Martin“ Nr. 30. Ein einzelner Tag, der drei Monate vorhersagen soll – genau die Sorte Regel, die der Deutsche Wetterdienst für nicht zuverlässig genug hält. Ein Körnchen Beobachtung steckt trotzdem darin: In klaren Nächten kühlt es stärker aus als unter Nebel oder Wolken.
„Nach Andris ist der Winter gewiss.“
Wander, Bd. 1, Sp. 80, „Andreas“ Nr. 11. Der Andreastag am 30. November liegt direkt vor dem meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember – mehr dazu auf der Seite zum Winteranfang. Ob es dann auch winterlich wird, steht auf einem anderen Blatt. Wander kennt zum Andreastag übrigens auch einen spanischen Spruch, nach dem es an diesem Tag den ganzen Tag über Nacht sei – an einem trüben Novembermorgen im Norden klingt das kaum übertrieben.
Gedenktage und Feste
Der November ist ein Monat des Erinnerns. Er beginnt mit Allerheiligen und Allerseelen; später folgen der Volkstrauertag, der Buß- und Bettag und der Totensonntag. Am 11. November ziehen Kinder mit Laternen zum Martinstag, und in den Hochburgen beginnt am selben Tag die Karnevalssession. Liegt der erste Advent noch im November, finden Sie die passenden Grüße unter Guten Morgen Advent.
Zurück zum Oktober oder weiter zum Dezember; die ganze Jahreszeit zeigt Guten Morgen Herbst.
Quellen
- DWDS: November, Etymologisches Wörterbuch nach Pfeifer
- The Latin Library: Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm: wintermonat, Bd. 30, Sp. 461; windmonat, Bd. 30, Sp. 313
- Duden: Nebelung
- Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), Wörterbuchnetz Trier: Allerheiligen, Martin, Andreas
- Deutscher Wetterdienst: November (01.11.2020)
- Deutscher Wetterdienst: Novembergrau oder Dezembergrau? (13.12.2025)
- Deutscher Wetterdienst: November: Grau oder sonnig? – Mal so, mal so! (04.11.2025)
- Deutscher Wetterdienst: Novemberwärme (03.11.2020)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Reiferscheinungen
- Deutscher Wetterdienst: Raureif, Raueis, Raufrost – Was denn nun?! (29.11.2019)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Bauernregeln
- Bundesministerium für Gesundheit: Depression (gesund.bund.de)
Häufige Fragen
Warum ist der November so grau?
Typisch sind zwei Wetterlagen, schreibt der Deutsche Wetterdienst: ruhig und neblig oder windig und unbeständig. Bei ruhigem Hochdruckwetter hält sich oft Hochnebel, weil die tief stehende Sonne nicht mehr genug Kraft hat, ihn aufzulösen.
Ist Reif auf der Straße gefährlich?
Ja. Reif, Raureif und Raueis können Gehwege und Straßen glatt machen; der Deutsche Wetterdienst spricht dann von Reifglätte. Morgens lohnt es sich, vorsichtig loszugehen und fürs Freikratzen der Autoscheiben ein paar Minuten einzuplanen.
Was schreibt man an einem dunklen Novembermorgen?
Etwas Warmes und Konkretes: einen Gruß zum ersten Tee, einen guten Wunsch für den Arbeitsweg, die Vorfreude aufs Wochenende. Kurze Nachrichten wirken an grauen Tagen oft besser als lange Sprüche – und ein Bild mit Licht hellt jeden Chat auf.
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