Tage & Jahreszeiten
Guten Morgen, Mai! Grüße für Morgen voller Blüten und Vogelstimmen
Für Maimorgen finden Sie hier 20 eigene Sprüche und sechs Grußbilder zum Verschicken – vom kurzen „Hallo Mai!“ bis zum Gruß zu den Eisheiligen. Dazu erfahren Sie, warum der Mai Wonnemond heißt, wann die Vögel morgens zu singen beginnen, welche Bauernregeln es gibt und was davon stimmt und wie viel früher die Sonne im Lauf des Monats aufgeht.

Im Mai beginnt der Tag mit Musik. Lange bevor der Wecker klingelt, singen Amsel, Rotkehlchen und Hausrotschwanz vor dem Fenster, und an den Obstbäumen öffnen sich die Blüten. Wer in diesem Monat jemandem einen guten Morgen wünscht, hat leichtes Spiel: Die Bilder liefert der Mai gleich mit.
Das Konzert vor dem Sonnenaufgang
Die Vögel beginnen nicht alle gleichzeitig. Nach Angaben des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz stimmen Hausrotschwanz und Feldlerche schon rund 80 Minuten vor Sonnenaufgang an. Etwa 20 Minuten später setzt das Rotkehlchen ein, dann folgen Amsel und Ringeltaube. Stieglitz, Star und Grünfink singen erst 10 bis 15 Minuten vor Sonnenaufgang. Den Takt gibt eine innere Uhr vor, die sich vor allem nach der Helligkeit richtet.
Die Männchen singen, um ihr Revier abzustecken und eine Partnerin zu gewinnen; am vielstimmigsten klingt der Vogelchor deshalb im Frühling. Am zweiten Maiwochenende rufen NABU und LBV jedes Jahr zur „Stunde der Gartenvögel“ auf: Eine Stunde lang notiert man im Garten, auf dem Balkon oder im Park, welche Vögel sich zeigen. Wer die Stimmen auseinanderhalten möchte, findet Hilfe auf der Seite zur Vogeluhr.
Neu im Chor sind die Mauersegler. Sie kehren jedes Jahr um den 1. Mai aus Afrika zurück und jagen dann mit schrillen Rufen um die Dächer. Viele Zugvögel kommen inzwischen früher an als noch vor einigen Jahrzehnten: Auf Helgoland wurde zwischen 1960 und 2007 eine im Mittel knapp sieben Tage frühere Rückkehr der durchziehenden Vögel beobachtet, berichtet der Deutsche Wetterdienst.
Wonnemond: ein Weidemonat mit neuem Sinn
Der Name Mai kommt aus dem Lateinischen. Die Römer nannten den Monat mensis Maius, nach dem Gott Maius, der als Beschützer des Wachstums galt. Daraus wurden althochdeutsch meio und mittelhochdeutsch meie. Die kurze Form „Mai“ ist laut dem Etymologischen Wörterbuch im DWDS seit dem 15. Jahrhundert belegt; das zweisilbige „Maien“ hielt sich bis ins 17. Jahrhundert.
Der deutsche Beiname ist älter, meint aber etwas anderes, als er verspricht. Karl der Große gab den Monaten eigene Namen, und sein Biograf Einhard überliefert für den Mai uuinnemanoth. Das Grimmsche Wörterbuch führt die ältere Form winnimanoth auf das alte Wort winni für Weide zurück: Gemeint war ein Weidemonat. Erst später hörte man darin die „Wonne“.
Im Alltag hat sich der Wonnemond nie durchgesetzt. Heinrich Christian Boie und Christoph Martin Wieland schrieben 1781 in ihren Zeitschriften „Wonnemonat“ statt „Mai“ – und kehrten schon im Jahr darauf zur gewohnten Form zurück. Goethe datierte im selben Jahr einen Brief auf den „1sten wonnemond 81“, obwohl er sonst stets „Mai“ schrieb.






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Grüße für Maimorgen
Die folgenden Sprüche sind für Familie, Freunde und Kollegen gedacht – mal herzlich, mal mit einem Augenzwinkern über Pollen und Eisheilige. Mit dem Filter finden Sie schnell kurze Grüße für den Chat oder längere für eine Karte.
Hallo Mai! Die Amsel war früher wach als ich, aber mein Gruß kommt von Herzen.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Vögel proben seit vier Uhr. Ich steige erst nach dem zweiten Kaffee ein.
LustigIn WhatsApp öffnenJeden Tag schenkt der Mai ein paar Minuten mehr Licht. Nimm dir heute eine davon ganz für dich.
MotivierendIn WhatsApp öffnenUnter den Apfelbäumen liegen schon die ersten Blütenblätter. Schönes dauert manchmal nur Tage – schau heute hin.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenIch würde dir den Duft vom Flieder vor meinem Fenster schicken, wenn das ginge. So bleibt es bei einem Kuss in Gedanken.
RomantischIn WhatsApp öffnenFenster auf, Vogelstimmen rein: So ein Maimorgen ist wie für dich gemacht.
HerzlichIn WhatsApp öffnenHeutige Vorhersage: Blüten im Haar, Pollen in der Nase, gute Laune im Gesicht.
LustigIn WhatsApp öffnenDie Kastanien haben ihre Kerzen aufgestellt. Zünde du heute deine Ideen an.
MotivierendIn WhatsApp öffnenVor Sonnenaufgang ist der Garten voller Stimmen. Vielleicht beginnt ein guter Tag mit Zuhören.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenGuten Morgen, mein Herz. Neben dir fühlt sich sogar ein verregneter Maimorgen nach Sonne an.
RomantischIn WhatsApp öffnenIch schicke dir einen Strauß Maiglöckchen in Gedanken. Die echten dürfen im Wald bleiben.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Eisheiligen haben angerufen. Ich habe gesagt, du gehst nur mit Jacke raus.
LustigIn WhatsApp öffnenWas jetzt blüht, hat den ganzen Winter gewartet. Dein Moment kommt auch – vielleicht heute.
MotivierendIn WhatsApp öffnenEin Maimorgen ist wie ein frisch gemähter Pfad durch die Wiese: Er wartet nur darauf, dass jemand ihn geht.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenFür dich heute: ein Sonnenstreifen auf dem Frühstückstisch und das Wissen, dass jemand an dich denkt.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Mauersegler kreisen über den Dächern, meine Gedanken um dich.
RomantischIn WhatsApp öffnenEin Vogel vor meinem Fenster hat heute sein ganzes Programm gesungen. Zugabe bitte erst ab sieben.
LustigIn WhatsApp öffnenErst die Blüte, dann die Früchte. Fang einfach an – der Mai macht es vor.
MotivierendIn WhatsApp öffnenEin stiller Gruß in einen lauten Frühlingsmorgen: Möge dir heute etwas Leichtes begegnen.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenHallo Mai! Du bringst die Blüten, ich bringe die guten Wünsche. Zusammen wird das ein schöner Tag.
HerzlichIn WhatsApp öffnen
Blüten als Kalender
Der Deutsche Wetterdienst teilt das Jahr nicht nur nach dem Datum ein, sondern auch nach der Natur. In seinem phänologischen Kalender beginnt der Vollfrühling mit der Apfelblüte und der Frühsommer mit der Blüte des Schwarzen Holunders. Im Mai lässt sich dieser Übergang an Gärten und Feldrändern gut verfolgen.
Heller werden die Morgen in jedem Fall. Die Tabelle zeigt, wann die Sonne am 1. und am 31. Mai aufgeht:
| Stadt | Aufgang 1. | Untergang 1. | Aufgang 31. | Untergang 31. | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Hamburg | 05:45 | 20:49 | 04:58 | 21:37 | 15:04 Std. → 16:39 Std. |
| Berlin | 05:35 | 20:31 | 04:50 | 21:17 | 14:57 Std. → 16:27 Std. |
| Köln | 06:05 | 20:52 | 05:24 | 21:35 | 14:47 Std. → 16:11 Std. |
| München | 05:55 | 20:26 | 05:18 | 21:04 | 14:31 Std. → 15:46 Std. |
| Wien | 05:36 | 20:07 | 04:59 | 20:45 | 14:31 Std. → 15:46 Std. |
| Zürich | 06:09 | 20:36 | 05:33 | 21:13 | 14:27 Std. → 15:39 Std. |
Uhrzeiten in MEZ bzw. MESZ (gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz), berechnet nach dem Verfahren des NOAA-Solarrechners; Abweichungen um etwa eine Minute sind möglich. Für Ihren Ort und jeden Tag: Sonnenaufgang berechnen.
Im Lauf des Monats rückt der Sonnenaufgang je nach Ort um 35 bis 50 Minuten nach vorn. In Hamburg steht die Sonne Ende Mai kurz vor 5 Uhr über dem Horizont, in München gegen 5:20 Uhr. Wer das Vogelkonzert einmal von Anfang an hören will, muss gegen Monatsende also schon gegen 4 Uhr am offenen Fenster sitzen.
Eisheilige und andere Mairegeln
Allein unter dem Stichwort „Mai“ verzeichnet Karl Friedrich Wilhelm Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon (1867–1880) 136 Sprichwörter und Regeln. Drei davon, die Schreibung behutsam modernisiert:
„Mamertus, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Ärgernuss.“
Fundstelle: Wander, Bd. 3, Sp. 358, Stichwort „Mamertus“. Im Norden stehen die Eisheiligen für den 11. bis 13. Mai; im Süden zählt man ohne Mamertus, dafür mit Bonifatius und der „kalten Sophie“, vom 12. bis 15. Mai (DWD-Glossar). Der Deutsche Wetterdienst ist skeptisch: Mit einer Tiefsttemperatur von höchstens 3 Grad als Maßstab trafen die Eisheiligen in den letzten 50 Jahren nur in etwa einem Drittel der Fälle zu. Seit der Kalenderreform von 1582 müsste man die Regel zudem gut eine Woche später anwenden. Schon Wander nannte sie „wörtlich nicht richtig“; richtig sei nur, dass der Mai noch bedeutende Rückschläge des Wetters bringen kann.
„Es ist kein Mai so gut, er schneit dem Jäger auf den Hut.“
Fundstelle: Wander, Bd. 3, Sp. 344, „Mai“ Nr. 33, dort mit „Jäger (Schäfer)“. Eine Vorhersage ist das nicht, eher eine Warnung vor zu viel Vertrauen. Sie passt zu dem, was der DWD über die Mitte des Monats schreibt: In der zweiten Maidekade kommt es öfter zu Kaltlufteinbrüchen aus dem Norden, und in klaren Nächten droht dann Frost.
„Mai kühl, Brach (oder: Juni) nass, füllt dem Bauer Scheune und Fass.“
Fundstelle: Wander, Bd. 3, Sp. 344, „Mai“ Nr. 76. „Brach“ meint den Brachmonat, also den Juni. Die Regel ist eher Wunsch als Vorhersage: Ein mäßig kühler Mai und Regen im Juni galten als gut fürs Getreide. Bauernregeln haben laut DWD oft einen wahren Kern, sind aber nicht zuverlässig genug für Wettervorhersagen.
Feste und freie Tage
Der Mai beginnt mit einem Feiertag, dem Tag der Arbeit. Grüße dafür stehen unter Guten Morgen zum 1. Mai, Hintergründe bei feiertage-ferien.com. Am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag, passende Worte bieten die Morgengrüße für Mama. Je nach Ostertermin fallen außerdem Christi Himmelfahrt und Pfingsten in diesen Monat.
Wer zurückblättern möchte, findet die Grüße für den April; weiter geht es mit dem Juni. Bilder und Wissen zur ganzen Jahreszeit sammelt die Seite Guten Morgen Frühling.
Quellen
- DWDS: Mai, Etymologisches Wörterbuch nach Pfeifer
- The Latin Library: Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29 (Monatsnamen Karls des Großen)
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm: wonnemonat, Bd. 30, Sp. 1439
- Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), Wörterbuchnetz Trier: Mai, Mamertus, Pankratius, Sophie
- Landesbund für Vogel- und Naturschutz: Und täglich singen Amsel, Drossel, Fink und Star (2021)
- NABU Baden-Württemberg: Der Vogelstimmen-Chor startet noch vor Sonnenaufgang (2023)
- NABU: Stunde der Gartenvögel
- NABU Nordrhein-Westfalen: Die Mauersegler sind weg
- Deutscher Wetterdienst: Der frühe Vogel fängt den Wurm … immer früher?! (10.05.2019)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Phänologische Jahreszeiten
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Eisheilige
- Deutscher Wetterdienst: Die Eisheiligen: Nur ein Mythos? (09.05.2026)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Bauernregeln
Häufige Fragen
Wann sind die Eisheiligen?
Jedes Jahr vom 11. bis 15. Mai. In Norddeutschland zählen meist nur Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai), im Süden Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie (12. bis 15. Mai). Viele Gärtner setzen frostempfindliche Pflanzen erst danach ins Freie.
Warum heißt der 15. Mai „kalte Sophie“?
Der 15. Mai ist der Gedenktag der heiligen Sophia und gilt als letzter der Eisheiligen. Den Beinamen kannte man schon im 19. Jahrhundert: Wanders Sprichwörter-Lexikon vermerkt, dass der Tag in der thüringischen Bauernsprache „kalte Sophie“ heißt.
Wie sage ich „Hallo Mai“ in einem Morgengruß?
Ein kurzer, persönlicher Satz wirkt meist besser als ein langer Spruch, etwa: „Hallo Mai! Ich wünsche dir einen Monat mit vielen hellen Morgen und freien Tagen.“ Wer mag, schickt ein Bild mit Blüten dazu oder erwähnt etwas, das im Mai ansteht – einen Feiertag, einen Ausflug, einen Geburtstag.
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Für Kollegen und Freunde.