Tage & Jahreszeiten

Guten Morgen, Januar! Grüße für die ersten Wochen im Jahr

„Guten Morgen, Januar“ oder „Hallo Januar“: So beginnen viele Grüße in den ersten Wochen des Jahres. Benannt ist der Monat nach Janus, dem römischen Gott der Türen; alte deutsche Namen sind Hartung und Wintermonat. Morgens bleibt es lange dunkel, doch bis zum 31. geht die Sonne in Berlin fast eine halbe Stunde früher auf als an Neujahr.

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Ein weites verschneites Flusstal bei Sonnenaufgang, aus dem teilweise zugefrorenen Fluss steigt feiner Dunst auf
KI-generiert

Nach den Feiertagen ist der Januar ein Monat zum Ankommen. Die Tage sind kurz, die Vorsätze frisch, und ein „Hallo Januar!“ im Familienchat ist oft die erste Nachricht, die wieder nach Alltag klingt. In Österreich heißt der Monat übrigens bis heute Jänner – woher beide Formen kommen, steht im nächsten Abschnitt.

Janus und die Tür ins Jahr

Der Name kommt vom lateinischen „Ianuarius“, dem Monat des Gottes Janus. Janus war bei den Römern der Gott der Türen, des Ein- und Ausgangs und damit auch des Anfangs und des Endes; sein Name hängt mit „ianus“ für Gang oder Durchgang zusammen. Seit Julius Caesar beginnt das römische Jahr nicht mehr am 1. März, sondern mit diesem Monat (DWDS).

Im Deutschen blieb lange die lateinische Form mit Endung in Gebrauch. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts setzte sich „Januar“ durch und drängte das ältere „Jänner“ in die süddeutschen Mundarten zurück.

Wintarmanoth und Hartung

Karl der Große wollte Monatsnamen in der Sprache seiner Leute. Sein Biograf Einhard berichtet, dass der Kaiser den Januar „wintarmanoth“ nannte, Wintermonat (Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29). Später wanderte der Name „Wintermonat“ in vielen Gegenden zum November weiter (Grimm, Deutsches Wörterbuch, „wintermonat“).

Daneben hielten sich Namen wie Hartmonat, Hartmond oder Hartung (DWDS). Das Grimmsche Wörterbuch leitet sie „von der harten winterzeit“ ab, besonders vom hart gefrorenen Boden oder vom verharschten Schnee; auch November und Dezember konnten so heißen (DWB, „hartmonat“).

Morgens im Januar: dunkel, aber nicht mehr lange

Am Neujahrsmorgen geht die Sonne in Berlin um 8:17 Uhr auf, am 31. Januar um 7:50 Uhr. Der Abend gewinnt im selben Zeitraum mehr: Der Sonnenuntergang rückt von 16:02 auf 16:50 Uhr, insgesamt wird der Tag um rund eine Stunde und 14 Minuten länger (timeanddate.de). Warum der Morgen hinterherhinkt, erklärt die Seite Sonnenaufgang. Das Gute daran: Wer einmal einen Sonnenaufgang erleben möchte, muss im Januar nicht früh aufstehen – in Berlin genügt ein Blick aus dem Fenster um Viertel nach acht.

Sonne im Januar 2027: Aufgang und Untergang am 1. und 31. Januar
StadtAufgang 1.Untergang 1.Aufgang 31.Untergang 31.Tageslänge
Hamburg08:3616:1008:0716:597:34 Std. → 8:52 Std.
Berlin08:1716:0207:4916:497:45 Std. → 9:00 Std.
Köln08:3516:3608:1017:208:01 Std. → 9:11 Std.
München08:0416:3007:4317:108:26 Std. → 9:28 Std.
Wien07:4516:1007:2416:518:25 Std. → 9:27 Std.
Zürich08:1316:4507:5317:258:32 Std. → 9:32 Std.

Uhrzeiten in MEZ bzw. MESZ (gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz), berechnet nach dem Verfahren des NOAA-Solarrechners; Abweichungen um etwa eine Minute sind möglich. Für Ihren Ort und jeden Tag: Sonnenaufgang berechnen.

Wer früh unterwegs ist, hört trotzdem schon Vögel. Das Rotkehlchen singt den ganzen Winter, und in milden Jahren stimmen Amseln und Kohlmeisen schon im Januar ein (LBV). Eine gute Gelegenheit, genauer hinzuschauen, ist die „Stunde der Wintervögel“ von NABU und LBV: Eine Stunde lang zählt man die Vögel am Futterhaus, im Garten oder im Park und meldet sie – 2027 vom 8. bis 10. Januar (NABU).

Vier Bauernregeln – und was Wander selbst davon hielt

Die folgenden Regeln stehen im „Deutschen Sprichwörter-Lexikon“ von Karl Friedrich Wilhelm Wander, Band 2 von 1870, unter dem Stichwort Januar. Die Nummer bezeichnet den Eintrag dort.

  • „Jänner warm, dass ’s Gott erbarm’!“ (Nr. 30) – heute meist als „Januar warm, dass Gott erbarm“ zitiert. Ein milder Januar galt als schlechtes Zeichen für das ganze Jahr.
  • „Tanzen im Jänner die Mucken, muss der Bauer nach dem Futter gucken.“ (Nr. 40) – Wander erklärt dazu, auf einen so milden Januar folge in der Regel ein langer Nachwinter, in dem das Viehfutter knapp wird.
  • „Der Jänner hat viel Mützen auf seinem Kopfe sitzen.“ (Nr. 4) – eher eine Beschreibung als eine Vorhersage: Im Januar braucht man warme Kleidung.
  • „Ist der Januar gelind, sich guter Frühling und heisser Sommer findt.“ (Nr. 25) – das genaue Gegenteil der ersten Regel.

Was davon zu halten ist: Die erste und die letzte Regel widersprechen sich – ein milder Januar bedeutet einmal Unglück, einmal Glück. Wander hat selbst nachgerechnet: In 56 Beobachtungsjahren in Karlsruhe war der Januar 24-mal um ein Grad wärmer als im Mittel, doch nur sechsmal folgten darauf ein warmer Frühling und ein heißer Sommer. Sein Urteil: „Die Regel ist also unsicher.“

Der Deutsche Wetterdienst sieht es ähnlich. Bauernregeln beruhen teils auf langer Beobachtung, sind für eine Wettervorhersage aber nicht zuverlässig genug (DWD-Lexikon, Bauernregeln). Als Lostag im Januar nennt der Wetterdienst den Vinzenztag am 22. Januar, also einen Tag, an dem man nach Volksglauben das Wetter der folgenden Wochen ablesen kann (DWD-Lexikon, Lostage). Überliefert ist dazu, dass Sonnenschein an diesem Tag eine gute Ernte verspreche (DWD-Lexikon, Vinzenz-Tag).

Neujahr, Dreikönig, Rauhnächte

Der Monat beginnt mit Neujahr: Grüße für den Neujahrsmorgen stehen unter Guten Morgen zu Neujahr, Gedanken zu guten Vorsätzen auf guten-rutsch.com. Am 6. Januar folgt Heilige Drei Könige, in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. Mit der Nacht davor enden die zwölf Rauhnächte.

Wer sich zum Jahresanfang etwas vorgenommen hat, braucht Geduld. Forschende begleiteten 96 Freiwillige, die sich je eine neue Gewohnheit beim Essen, Trinken oder Bewegen aussuchten und sie täglich zur selben Gelegenheit ausführten, etwa nach dem Frühstück. Bis das neue Verhalten weitgehend automatisch lief, dauerte es zwischen 18 und 254 Tagen; ein einzelner ausgelassener Tag änderte daran kaum etwas (Lally u. a., European Journal of Social Psychology).

Januargrüße zum Kopieren

Zwanzig neue Grüße für Jahresanfang, Kälte und gute Vorsätze – herzlich, besinnlich oder mit einem Lächeln, zum Kopieren oder direkt für WhatsApp.

  • Hallo Januar! Guten Morgen – mögen die ersten Wochen des Jahres freundlich mit dir umgehen.

    Herzlich
  • Guten Morgen! Mein Vorsatz für Januar: aufstehen. Heute hat es geklappt, ich bin selbst überrascht.

    Lustig
  • Guten Morgen! Gute Vorsätze dürfen klein sein. Ein Spaziergang heute zählt mehr als ein Plan fürs ganze Jahr.

    Motivierend
  • Janus hat zwei Gesichter: eins blickt zurück, eins nach vorn. Guten Morgen – und schau heute gern nach vorn.

    Besinnlich
  • Guten Morgen! Von allen Plänen für dieses Jahr gefällt mir einer am besten: noch mehr Morgen mit dir.

    Romantisch
  • Guten Morgen! Draußen ist Januar, aber in Gedanken schicke ich dir schon ein Stück Frühling.

    Herzlich
  • Guten Morgen! Ich esse die letzten Weihnachtsplätzchen auf. Das ist auch eine Art, Ordnung zu schaffen.

    Lustig
  • Neues Jahr, leere Seite: Schreib heute die erste Zeile. Guten Morgen!

    Motivierend
  • Guten Morgen. Der Januar ist ein stiller Monat. Er erlaubt, langsam anzukommen.

    Besinnlich
  • Im Januar gewinnt jeder Morgen ein kleines Stück Licht zurück. Such dir heute deinen Sonnenstrahl. Guten Morgen!

    Herzlich
  • Guten Morgen! Der Januar hat gefragt, wie es mit meinen Vorsätzen läuft. Ich habe ihn auf Februar vertröstet.

    Lustig
  • Guten Morgen! Kleine Schritte zählen auch im Schnee. Gerade im Schnee.

    Motivierend
  • Guten Morgen! Das Jahr ist zwei Wochen alt, und mein Lieblingsmoment ist derselbe geblieben: dein verschlafenes Lächeln.

    Romantisch
  • Unter dem Schnee wartet schon das neue Grün. Manches braucht Zeit. Guten Morgen.

    Besinnlich
  • Hallo Jänner! Guten Morgen nach Österreich und einen sonnigen Tag in den Bergen.

    Herzlich
  • Die Sonne geht heute erst um Viertel nach acht auf. Ich auch, ungefähr.

    Lustig
  • Hallo Januar, ich bin bereit. Zumindest nach dem zweiten Kaffee. Guten Morgen!

    Motivierend
  • Guten Morgen! Wenn die Tage noch kurz sind, machen liebe Menschen sie länger. Danke, dass es dich gibt.

    Herzlich
  • Der erste Monat des Jahres ist wie eine offene Tür. Geh in deinem eigenen Tempo hindurch. Guten Morgen.

    Besinnlich
  • Guten Morgen, mein Herz. Mit dir fängt jedes Jahr gut an – und jeder Januarmorgen auch.

    Romantisch

Bilder: Januar in Weiß und Gold

Sechs Motive zwischen Zaunkönig und Winterjasmin. Mehr Wintermotive finden Sie bei den Wintergrüßen. Der Monat davor ist der Dezember, als Nächstes kommt der Februar.

Ein Zaunkönig sitzt mit gestelztem Schwanz auf einem verschneiten Holzstamm im Morgenlicht; Schrift: „Hallo Januar! Klein, aber voller Energie“
Januar: Zaunkönig im SchneeJPGWebPStatusEigener Text
Verschneite hölzerne Bienenkästen in einem stillen Garten bei Sonnenaufgang, dahinter kahle Obstbäume; Schrift: „Guten Morgen! Die Bienen träumen schon vom Frühling“
Januar: Bienenkästen im SchneeJPGWebPStatusEigener Text
Kleine Vogelspuren im frischen Schnee auf einem hölzernen Gartentisch, die Morgensonne wirft lange Schatten; Schrift: „Guten Morgen! Jemand war schon vor dir wach“
Januar: Vogelspuren im NeuschneeJPGWebPStatusEigener Text
Gelber Winterjasmin blüht an einer alten, leicht verschneiten Backsteinmauer im Morgenlicht; Schrift: „Guten Morgen! Auch im Januar blüht etwas“
Januar: Winterjasmin an der MauerJPGWebPStatusEigener Text
Verschneite Fruchtstände der Wilden Karde vor einem rosa-orangen Winterhimmel bei Sonnenaufgang; Schrift: „Hallo Januar! Ein klarer Morgen für dich“
Januar: Karden im MorgenrotJPGWebPStatusEigener Text
Eine zugefrorene steinerne Vogeltränke im verschneiten Garten bei Sonnenaufgang, feine Eiskristalle am Rand; Schrift: „Guten Morgen! Frostig draußen, herzlich hier“
Januar: zugefrorene VogeltränkeJPGWebPStatusEigener Text

6 Bilder · kostenlos für private Grüße · Nutzung

Quellen

Häufige Fragen

Warum sagt man in Österreich Jänner?

„Jänner“ ist eine ältere deutsche Form des Monatsnamens. Im Hochdeutschen setzte sich „Januar“ erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch; „Jänner“ blieb in den süddeutschen Mundarten und in Österreich erhalten.

Wann geht im Januar die Sonne auf?

In Berlin am 1. Januar um 8:17 Uhr und am 31. Januar um 7:50 Uhr. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt die Zeiten für Hamburg, Berlin, Köln, München, Wien und Zürich, der Sonnenaufgangsrechner jeden anderen Ort.

Was bedeutet „Januar warm, dass Gott erbarm“?

Die Bauernregel besagt, dass ein milder Januar ein schlechtes Jahr bringt, etwa einen langen Nachwinter. Sie steht schon in Wanders Sprichwörter-Lexikon von 1870. Als Vorhersage taugt sie nicht, andere Regeln behaupten sogar das Gegenteil.

Wann ist die Stunde der Wintervögel?

Die Mitmachaktion von NABU und LBV findet jedes Jahr im Januar statt, 2027 vom 8. bis 10. Januar. Eine Stunde lang zählt man die Vögel an einem Ort, etwa am Futterhaus oder im Park, und meldet das Ergebnis.

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