Tage & Jahreszeiten
Guten Morgen, Oktober! Grüße für neblige und goldene Morgen
Für Oktobermorgen finden Sie hier 20 eigene Sprüche und sechs Grußbilder – für graue Nebeltage ebenso wie für goldenes Herbstlicht. Außerdem erfahren Sie, warum der Oktober so oft im Nebel beginnt, was das bunte Laub über den kommenden Winter verrät (nämlich nichts), woher die Namen Weinmond und Gilbhart stammen und welche Nebelregel häufig stimmt.

Oktobermorgen beginnen oft im Grau. Über Wiesen und Flüssen liegt Nebel, die Laternen brennen länger, und erst gegen Mittag zeigt sich, ob der Tag golden wird. Gerade dann tut ein freundlicher Gruß gut – einer, der schon das Licht verspricht, das hinter dem Nebel wartet.
Kein Monat ist nebliger
„In keinem anderen Monat gibt es so oft Nebel wie im Oktober“, schreibt der Deutsche Wetterdienst: Statistisch tritt an jedem dritten Tag Nebel mit einer Sichtweite unter 1000 Metern auf. Meist ist es Strahlungsnebel: In wolkenarmen, windschwachen Nächten kühlt die Luft am Boden bis zum Taupunkt ab, und der Wasserdampf kondensiert zu feinen Tröpfchen (DWD). Er sammelt sich bevorzugt in Senken, Tälern und an Gewässern.
Im Spätherbst kann der Nebel sogar erst nach Sonnenaufgang richtig dicht werden: Die ersten Sonnenstrahlen lassen Feuchtigkeit verdunsten und durchmischen die bodennahe Luft, wie das DWD-Glossar erklärt. Wer früh mit dem Auto unterwegs ist, sollte deshalb auch nach dem Hellwerden noch mit dichten Nebelbänken rechnen.
Liegt kein Nebel, kommt oft Wind: Immer wieder ziehen im Oktober Tiefdruckgebiete heran und bringen zumindest an den Küsten und im Bergland stürmisches Wetter, schreibt der DWD. Zwischen diesen beiden Gesichtern pendelt der Monat, und dazwischen liegen die goldenen Tage, auf die viele warten.
Grüße für Nebel- und Goldtage
Vom schlichten „Hallo Oktober!“ bis zum Gruß für Nebelmorgen: Diese Sprüche passen zu beiden Seiten des Monats und lassen sich kopieren oder direkt in WhatsApp öffnen.
Draußen hängt der Nebel in den Bäumen, drinnen wartet ein warmer Gruß auf dich.
HerzlichIn WhatsApp öffnenNebel am Morgen: Ich sehe nichts, du siehst nichts – zum Glück finden die Füße den Weg ins Bad allein.
LustigIn WhatsApp öffnenDer Nebel löst sich auf, wenn die Sonne dranbleibt. Bleib du heute auch dran.
MotivierendIn WhatsApp öffnenIm Oktober fallen die Blätter ohne Lärm. Vielleicht kann man auch Sorgen so loslassen: leise, eine nach der anderen.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenJedes bunte Blatt auf meinem Weg erinnert mich an einen Moment mit dir.
RomantischIn WhatsApp öffnenEine warme Tasse, eine Decke über den Knien und draußen raschelndes Laub: Oktober kann so gemütlich sein.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Bäume ziehen sich gerade um. Ich auch: vom Sommerschlafanzug in den Kuschelpulli.
LustigIn WhatsApp öffnenWer im Nebel losgeht, steht oft als Erster in der Sonne. Mach heute den ersten Schritt.
MotivierendIn WhatsApp öffnenÜber dem Nebel scheint schon die Sonne. Manchmal muss man nur ein Stück höher steigen, um es zu sehen.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenGuten Morgen, Liebling. Mit dir wird selbst der grauste Oktobertag golden.
RomantischIn WhatsApp öffnenHallo Oktober! Heute gibt es Kastanien für die Jackentasche und Sonne für dich.
HerzlichIn WhatsApp öffnenDie Kraniche ziehen trompetend gen Süden. Ich gähne nur – aber genauso laut.
LustigIn WhatsApp öffnenBunte Blätter zeigen: Veränderung kann schön sein. Trau dich heute.
MotivierendIn WhatsApp öffnenEin goldener Oktobermorgen ist ein geliehenes Stück Sommer. Gib gut darauf acht.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenDer Wald vor dem Fenster trägt heute alle Farben. Nimm dir ein paar davon mit in deinen Tag.
HerzlichIn WhatsApp öffnenIch würde gern mit dir durchs Laub laufen, bis die Sonne den Nebel vertrieben hat. Bis dahin: Guten Morgen!
RomantischIn WhatsApp öffnenBald wird die Uhr zurückgestellt. Mein Körper hat das schon erledigt und schläft eine Stunde länger.
LustigIn WhatsApp öffnenAuch im Herbst kann man pflanzen, die Tulpenzwiebeln wissen das. Fang heute etwas Neues an.
MotivierendIn WhatsApp öffnenDie Kraniche rufen über dem Feld, dann sind sie fort. Ich wünsche dir einen Tag, an dem du das Schöne rechtzeitig hörst.
BesinnlichIn WhatsApp öffnenHallo Oktober, du bunter Gast! Allen, die heute früh rausmüssen: Kopf hoch, der Nebel geht.
HerzlichIn WhatsApp öffnen
Weinmond statt Gilbhart
Seinen Namen hat der Oktober von den Römern: mensis october, von octo, acht. Im altrömischen Kalender war er der achte Monat; nach der Kalenderreform blieb der Name, obwohl der Monat nun an zehnter Stelle stand. Im Mittelhochdeutschen hieß er nach dem Vorbild des Novembers zeitweise auch „octember“ (DWDS).
Karl der Große nannte ihn uuindumemanoth, nach lateinisch vindemia, Weinlese – laut Grimmschem Wörterbuch ein „halbfremder“ Name, der sich nie richtig einbürgerte. Der spätere Weinmonat entstand unabhängig davon in den Mundarten der süddeutschen und Schweizer Weingegenden; Luther nannte den Oktober „Weinmond“, und im kaiserlichen Wien galt der Name sogar amtlich. Karls Wort dagegen deutete man später als „Windmonat“ und schob es dem November zu (Grimm).
Und der Gilbhart? Er klingt nach altem Bauernkalender, ist aber jung. Das Grimmsche Wörterbuch nennt ihn eine „willkürliche neubildung des 20. jh. ohne historische grundlage“; der früheste Beleg dort stammt aus der Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins von 1927. Gedacht ist an das Verb „gilben“, gelb werden. Der Duden führt das Wort als veraltet.






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Buntes Laub: was es verrät – und was nicht
Im Herbst ziehen die Bäume Nährstoffe aus ihren Blättern zurück. Dabei bauen sie das grüne Chlorophyll ab; übrig bleiben gelbe und rote Farbstoffe, Carotinoide und Anthocyane, die langsamer zerfallen. Ausgelöst wird das durch kürzere Tage und sinkende Temperaturen, und nach mehreren kühlen Nächten geht es schneller (DWD). Die Stieleiche, deren Blattverfärbung im phänologischen Kalender den Spätherbst anzeigt, färbt sich im Mittel um den 19. Oktober.
Eine alte Regel liest daraus mehr:
„Sitzt im Oktober das Laub noch fest auf dem Baum, fehlt ein strenger Winter kaum.“
Fundstelle: Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), Bd. 3, Sp. 1113, „October“ Nr. 8, Schreibung modernisiert. Der Deutsche Wetterdienst widerspricht: Die Blattfärbung richtet sich nach dem aktuellen Herbstwetter, nicht nach dem kommenden Winter. Vorhersagen lässt sich aus dem Laub also nichts.
Nebel, Gallus und die Kraniche
„Wenn der Nebel fällt zur Erden, wird bald gutes Wetter werden; steigt der Nebel nach dem Dach, folgt bald großer Regen nach.“
Wander, Bd. 3, Sp. 977, „Nebel“ Nr. 24. Die erste Hälfte trifft oft zu, denn bodennaher Strahlungsnebel ist ein Zeichen für ruhiges Hochdruckwetter. Hebt sich der Nebel dagegen zu einer grauen Schicht, bleibt es trüb: Dieser Hochnebel liegt wie eine Wolkendecke über dem Land, bringt aber höchstens leichten Sprühregen (DWD-Glossar). Der „große Regen“ ist also übertrieben.
„Auf Sankt Gall bleibt die Kuh im Stall.“ Wander, Bd. 1, Sp. 1323, „Gallus“ Nr. 3. Das ist keine Wettervorhersage, sondern ein Arbeitskalender: Um den 16. Oktober endete vielerorts die Weidezeit.
„Hedwig und Galle sind die Vögel alle.“ Wander, Bd. 2, Sp. 454, „Hedwig“ Nr. 1. Mitte Oktober sind viele Sommervögel fort – aber längst nicht alle Zugvögel durch. Im Herbst überqueren rund 400.000 Kraniche Deutschland auf dem Weg nach Südeuropa und Nordwestafrika, und viele rasten im Norddeutschen Tiefland (NABU). Ihre Rufe beschreibt der NABU als weit tragend und trompetenartig – wer sie über sich hört, schaut unwillkürlich nach oben. Im Wald ist in der ersten Oktoberhälfte vielerorts noch die Hirschbrunft zu hören, die Anfang September beginnt und fünf bis sechs Wochen dauert (Deutsche Wildtier Stiftung).
Morgenlicht und Uhrzeit
| Stadt | Aufgang 1. | Untergang 1. | Aufgang 31. | Untergang 31. | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Hamburg | 07:21 | 18:57 | 07:17 | 16:49 | 11:36 Std. → 9:32 Std. |
| Berlin | 07:07 | 18:44 | 07:01 | 16:38 | 11:37 Std. → 9:38 Std. |
| Köln | 07:32 | 19:10 | 07:22 | 17:08 | 11:38 Std. → 9:46 Std. |
| München | 07:13 | 18:53 | 06:57 | 16:57 | 11:41 Std. → 10:00 Std. |
| Wien | 06:53 | 18:34 | 06:38 | 16:37 | 11:41 Std. → 9:59 Std. |
| Zürich | 07:24 | 19:06 | 07:07 | 17:10 | 11:41 Std. → 10:03 Std. |
Uhrzeiten in MEZ bzw. MESZ (gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz), berechnet nach dem Verfahren des NOAA-Solarrechners; Abweichungen um etwa eine Minute sind möglich. Für Ihren Ort und jeden Tag: Sonnenaufgang berechnen.
Bis in die letzte Oktoberwoche wird es morgens immer später hell; in vielen Städten geht die Sonne dann erst gegen 8 Uhr auf. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, danach sind die Morgen für einige Wochen wieder heller – Termine und Hintergründe stehen auf der Seite zur Zeitumstellung. Den genauen Sonnenaufgang für Ihren Ort berechnet der Rechner auf der Seite Sonnenaufgang.
Vom Einheitstag bis Halloween
Der Monat beginnt mit dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober; am ersten Sonntag im Oktober feiern viele Gemeinden Erntedank. Am 31. Oktober ist in mehreren Bundesländern Reformationstag, am selben Abend Halloween. Weiter geht es mit dem November, zurück zum September; die Herbstbilder sammelt Guten Morgen Herbst.
Quellen
- DWDS: Oktober, Etymologisches Wörterbuch nach Pfeifer
- The Latin Library: Einhard, Vita Karoli Magni, Kap. 29
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm: weinmonat, Bd. 28, Sp. 968; windmonat, Bd. 30, Sp. 313; gilbhart, Bd. 7, Sp. 7482
- Duden: Gilbhard, Gilbhart
- Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), Wörterbuchnetz Trier: October, Nebel, Gallus, Hedwig
- Deutscher Wetterdienst: Oktober – zwischen golden und stürmisch (04.10.2019)
- Deutscher Wetterdienst: Herbstzeit ist Nebelzeit (15.10.2023)
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Strahlungsnebel und Hochnebel
- Deutscher Wetterdienst: Laubfärbung und Laubfall (29.10.2020)
- Deutscher Wetterdienst: Kunterbunte Blätter im goldenen Oktober (23.10.2024)
- NABU: Kranich
- Deutsche Wildtier Stiftung: Rothirsch
Häufige Fragen
Was ist der goldene Oktober?
So nennt man sonnige, milde Oktobertage mit leuchtend gefärbtem Laub. Besonders kräftig werden die Farben nach mehreren kühlen Nächten und bei Tageswerten von etwa 11 bis 18 Grad, beschreibt der Deutsche Wetterdienst. Einen festen Zeitraum gibt es dafür nicht.
Ab wann warnt der DWD vor Nebel?
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor dichtem Nebel, wenn die Sichtweite unter 150 Meter sinkt. Tückisch ist Nebel vor allem, weil er oft nur stellenweise auftritt, etwa in Senken, Tälern oder an Flüssen.
Was ist ein Nebelmeer?
Bei ruhigem Hochdruckwetter sammelt sich kalte, feuchte Luft in Tälern und Niederungen und wird zu Nebel. Auf den Höhen der Mittelgebirge und der Alpen scheint dann oft die Sonne, und von oben sieht die Nebeldecke aus wie ein Meer.
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